09.11.2026 18:00 - 20:00

Salonreihe: Michael Götz – Harbin als Rettungsinsel

Deutsch-Mennonitische Flüchtlinge in China – Eine Familiengeschichte

In den 1930er-Jahren wurde Harbin für viele mennonitische Familien zu einer unverhofften Rettungsinsel – so auch für die Vorfahren der Ehefrau von Michael Götz. Auf der Flucht vor politischer Verfolgung, Enteignung und Hunger fanden sie Schutz in dieser einzigartigen Stadt der Mandschurei: einem faszinierenden Schmelztiegel chinesischer, russischer, jüdischer und deutscher Kulturen.

Der Vortrag verbindet erstmals die große Geschichte mit einer persönlichen Spurensuche – seiner Reise nach Harbin, um an den historischen Orten nachzuvollziehen, was diese Menschen damals erlebten: auf dem gefrorenen Amur, in provisorischen Flüchtlingsquartieren und im internationalen Nebeneinander der Stadt.

Mennoniten sind eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, geprägt von Friedensglauben, schlichter Lebensführung und großem Zusammenhalt. In der Mandschurei wurde dieser Glaube für viele zur Kraft, die ihnen half zu überleben – und hoffnungsvoll weiterzugehen bis nach Südamerika.

Referent: Michael Götz ist ein erfahrener Theologe, Diakoniemanager und Netzwerker. Von 2015-2026 war er Generalsekretär des CVJM Bayern. Seit dem 1. April 2026 leitet er als erster Campus-Koordinator den Evangelischen Campus Nürnberg (ECN). In dieser neu geschaffenen Schlüsselposition fungiert er als zentrales Bindeglied und Gestalter auf dem Großcampus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB).

 

Zeit: Montag, 09. November 2026, 18 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg

 

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Die Veranstaltung ist Teil unserer Salonreihe im Herbst 2026. Der letzte Termin der Reihe ist:

Montag, 30. November 2026, 18 Uhr

Josefine Glöckner: Graf von Luxburg an der deutsch-kaiserlichen Gesandtschaft Peking um 1900 und seine Sammelleidenschaft.

 

Die Salonreihe widmet sich Lebenswegen und persönlichen Eindrücken deutschsprachiger Reisender, die vom 19. und 21. Jahrhundert China bereisten oder dort lebten.

Die Salons werden jeweils von einer Ausstellung begleitet.

Die jeweiligen Ausstellungen, teilweise aus persönlichem Besitz, verdeutlichen, wie der Zugang zu China – abhängig von Faktoren wie Sprachkenntnissen, sozialen Beziehungen oder politischen Umständen – die Wahrnehmung des Landes prägte. Die Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten des Instituts geöffnet.

 

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo-Fr von 9-17 Uhr.

Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen

Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg

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