08.10.2026 18:00 - 30.10.2026 20:00

Martina Bölck & Hilke Veth – „Ausgerechnet zu den Chinesen…“

Deutschsprachige Abenteurerinnen in China

Eine Buchvorstellung mit Ausstellung im Rahmen der Salonreihe des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen.

China übte im 19. und 20. Jahrhundert auf deutschsprachige Reisende eine ganz besondere Faszination aus. Immer wieder brachen auch Frauen auf, um dieses für sie so fremde Land zu entdecken. Sie kamen als Weltreisende, Kunstsammlerinnen, Missionarinnen, Journalistinnen … – oder als politisch Verfolgte. Manche fanden eine neue Heimat in der Fremde.

Die Buchpräsentation „Ausgerechnet zu den Chinesen….“ von Martina Bölck und Hilke Veth wird ergänzt durch die Ausstellung „Begegnungen mit der Fremde. Deutschsprachige Abenteurerinnen in China im 19. und 20. Jahrhundert. Hier werden die Lebenswege von acht der achtzehn im Buch vorgestellten Frauen in den Mittelpunkt gestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf deren Wahrnehmung des fremden Landes. Anhand von Porträts und ausgewählten Zitaten aus Tagebüchern, literarischen Texten und Memoiren entsteht ein vielschichtiges Bild Chinas aus Sicht dieser Frauen. Sie begegneten der Fremde zum Teil mit zeitbedingten kulturellen Vorurteilen – und mussten erfahren, wie ihre eigenen Erwartungen und Rollenbilder auf die Probe gestellt wurden. Deutlich wird auch: Der Zugang zu China war immer auch abhängig von Faktoren wie Sprachkenntnissen, sozialen Beziehungen und politischen Umständen.

Die Schilderungen der Frauen werfen Schlaglichter auf die deutsch-chinesischen Beziehungen seit Mitte des 19. Jahrhunderts und erzählen nicht zuletzt ein Stück Emanzipationsgeschichte. Denn wer als Frau im 19. oder frühen 20. Jahrhundert nach China aufbrach, überschritt nicht nur geografische, sondern auch gesellschaftliche Grenzen.

Am 8. Oktober 2026 werden die Autorinnen Martina Bölck und Hilke Veth im Rahmen unserer Salonreihe ihr 2023 im AvivA Verlag erschienene Buch „Ausgerechnet zu den Chinesen…“ Deutschsprachige Abenteurerinnen in China, vorstellen. 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen geöffnet und lädt dazu ein, die Geschichten dieser bemerkenswerten Frauen zu entdecken.

Zeit: Donnerstag, 08. Oktober 2026, 18 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg
Ausstellungsdauer: 08.10.-30.10.2026
Öffnungszeiten: Mo – Fr, 9 – 17 Uhr
Eintritt: frei

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Die Veranstaltung ist Teil unserer Salonreihe im Herbst 2026. Weitere Termine der Reihe sind:

Montag, 09. November 2026, 18 Uhr

Michael Götz: Zufluchtsort Harbin - Eine Familiengeschichte

Montag, 30. November 2026, 18 Uhr

Josefine Glöckner: Graf von Luxburg an der deutsch-kaiserlichen Gesandtschaft Peking um 1900 und seine Sammelleidenschaft.

Die Salonreihe widmet sich Lebenswegen und persönlichen Eindrücken deutschsprachiger Reisender, die vom 19. und 21. Jahrhundert China bereisten oder dort lebten.

Die Salons werden jeweils von einer Ausstellung begleitet.

Die jeweiligen Ausstellungen, teilweise aus persönlichem Besitz, verdeutlichen, wie der Zugang zu China – abhängig von Faktoren wie Sprachkenntnissen, sozialen Beziehungen oder politischen Umständen – die Wahrnehmung des Landes prägte. Die Ausstellungen sind während der Öffnungszeiten des Instituts geöffnet.

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