Am 6. Oktober, zeitgleich mit dem chinesischen Mondfest, hat die Ningbo Xiaobaihua Yue Opera Troupe auf Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen die deutsche Premiere ihrer Yue-Oper-Adaption von „Der Traum der roten Kammer“ in der Meistersingerhalle in Nürnberg präsentiert. Unter den rund 500 Gästen war unter anderem der ehemalige bayerische Staatsminister Dr. Günther Beckstein.
Die Darstellerinnen hatten zuvor Bedenken, ob das deutsche Publikum aufgrund der Sprachbarriere die Aufführung vollständig nachvollziehen können werde. Doch diese Sorge blieb unbegründet: Die anmutigen Bewegungen, ausdrucksstarken Blicke und melodiösen Stimmen der Schauspielenden überwanden sprachliche Barrieren und zogen alle in die Freuden und Leiden der Geschichte hinein.
Sowohl chinesische Auswanderer als auch das deutsche Publikum vor Ort folgten den emotionalen Bögen und teilten das gesamte Spektrum menschlicher Erfahrungen, das die Geschichte vermittelt. Der lang anhaltende Applaus, der durch den Saal hallte, war nicht nur eine Bestätigung für die großartige Darbietung, sondern bewegte auch die chinesischen Darstellenden zutiefst und hinterließ eine unvergessliche Erinnerung.
Für das bessere Verständnis der deutschen Zuschauenden hatte das Konfuzius-Institut zweisprachige Programmhefte vorbereitet, die kostenlos an die Besucher verteilt wurden. Darin waren sowohl alle Gesangstexte auf Chinesisch, als auch deutsche Szenenzusammenfassungen und Hintergrundinformationen zur chinesischen Oper aufbereitet. Am Ausgang verteilten Mitarbeitende des Instituts kleine Aster-Sträuße an alle Konzertbesucher, um ein schönes Mondfest zu wünschen. Das Publikum bedankte sich mit strahlenden Gesichtern und netten Worten für den wunderbaren Abend.
Auf einen Blick
Zeit: Montag, 06.10.2025, 18.30 Uhr (Einlass: 17.30 Uhr)
Dauer: 120 Minuten (ohne Pause)
Ort: Meistersingerhalle, KLEINER SAAL, Münchener Str. 21, 90478 Nürnberg,
Rahmenprogramm
Am 23. September hielt Karl-Heinz Pohl am Institut einen Vortrag mit dem Titel „Der Traum der roten Kammer“ – Ein buddhistischer Schlüssel zum Verständnis des großen chinesischen Romans.
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Fotos: Heike Hahn