21.06.2024 18:00 - 21:00

Mythos 798: Vernissage + Expertengespräch

Am 21. Juni wurde im Kunstraum die Ausstellung Mythos 798 eröffnet, die sich mit dem legendären Pekinger Kunstviertel 798 beschäftigt. Dieses liegt im Stadtteil Dashanzi im nordöstlichen Teil von Peking. Hier befanden sich seit den 1950er Jahren staatliche Fabriken. 798 war die Nummer einer Fabrik der Rüstungsindustrie. Heute gehören viele ehemalige Industriegebäude zum Kunstbezirk, aber es war das Gebäude 798, in dem 1997 die Nutzung durch Kunstschaffende begann und in dem der Grundstein für das heutige Kunstviertel gelegt wurde. Der Industriekomplex Dashanzi wurde 1951 maßgeblich von der DDR und den Gestaltungsleitsätzen des Bauhauses (form follows function) bestimmt. 

Die Ausstellung Mythos 798 widmet sich den Arbeiten namhafter Künstler der ersten Stunde, die mit dem Kunstviertel 798 assoziiert sind. Gezeigt werden Arbeiten von Chen Guangwu, Chen Shaofeng, Ding Yi, Fang Lijun, Liu Anping und Lu Hao.

Zur Eröffnung der Ausstellung durften wir Andreas Schmid zu einem Expertengespräch im Kunstraum begrüßen.
1955 geboren in Stuttgart, lebt und arbeitet er als Künstler, Kurator und Experte für zeitgenössische Kunst Chinas in Berlin. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart folgte ein mehrjähriges Studium in China, u.a. Kalligraphie an der China Academy of Art (Hangzhou). Er ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund (DKB), im Internationalen Künstlergremium (IKG) und im Vorstand der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK).
Der China-Spezialist betätigt sich als Kurator und Vermittler, am folgenreichsten 1993 im Berliner Haus der Kulturen der Welt mit CHINA AVANTGARDE, der ersten institutionellen Ausstellung zeitgenössischer Kunst Chinas in Europa in Zusammenarbeit mit Jochen Noth und Hans van Dijk. Weitere große kuratorische Ausstellungsprojekte mit Chinabezug waren u.a. Zeitgenössische Fotokunst aus der VR China (NBK 1997), DAS BILD HINTER DEM BILD – ZUR LAGE DER KUNST IN CHINA (Jahresprojekt UdK Berlin und HKW 2013) in Zusammenarbeit mit Bignia Wehrli für die UdK Berlin, sowie DIE 8 DER WEGE – KUNST IN BEIJING (Berlin 2014) in Zusammenarbeit mit Thomas Eller und Guo Xiaoyan, Peking.
Neben seiner eigenen künstlerischen Karriere setzt sich Andreas Schmid bis heute aktiv für einen Dialog zwischen Künstler:innenn Asiens, insbesondere Chinas und Deutschlands, sowie für eine Verbreitung von Kalligraphie und Tusche als künstlerisch-kulturellem Tool (seit 2004 Dozentur an der HfBK Dresden) ein.

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier.

 

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