• 中文
  • Chinesisches Filmfestival

    Seit 2010 veranstaltet das Konfuzius-Institut alle zwei Jahre ein Filmfestival, das einen ungewöhnlichen Einblick in die Arbeiten von bekannten und noch relativ unbekannten jungen chinesischen Filmemachern und damit in die unmittelbare Gegenwart Chinas gibt. Die Dokumentar- und Spielfilme - und manchmal auch Filme mit einer Mischung aus beidem - sind zum Teil in deutscher Erstaufführung zu sehen.

    5. Chinesisches Filmfestival 2018: "China Outdoor"

    28. November - 2. Dezember 2018

    Lange wurde Natur in China mit dem „von der Entwicklung abgeschnittenen Hinterland“ assoziiert oder man fand sie nur verklärt als Topos in klassischen Gedichten der Song- und Tang-Zeit, nicht als Raum für Freizeitgestaltung. Die recht junge Entwicklung des Interesses der chinesischen Bevölkerung an Outdoor-Sport sowie die Umdeutung von Natur hin zum Freizeitraum geht Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sie ist ein Zeichen des wachsenden Wohlstands in China und wird auch von den Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking begünstigt.

    Das Filmfestival „China Outdoor“ richtet sich an Sport- und Naturbegeisterte und gibt einen Einblick in die junge chinesische Outdoor-Szene. Gleichzeitig möchten wir auch Kultur- und China-Interessierten im Allgemeinen zeigen, wie die Themen Outdoor-Sport und Freizeitgestaltung in der Natur in China wahrgenommen werden – auch von den Bevölkerungsgruppen, die sich diesen Luxus nicht leisten können.

    Zum zweiten Mal findet das Filmfestival nun in zwei Städten statt: Vom 28. November bis 2. Dezember 2018 zeigen wir Ihnen in den Lamm-Lichtspielen in Erlangen und im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg Filme aus Chinas klandestiner Outdoor-Szene. Am 30.11. werden Kletter-Kurzfilme in der Boulderhalle E4 in Nürnberg gezeigt.

    Nähere Informationen zum Spielplan, den einzelnen Filmen und zum Rahmenprogramm werden wir in Kürze veröffentlichen.  

    Das Filmfestival findet mit freundlicher Unterstützung des Vereins Das Lamm muss laufen!, der Kulturförderung der Stadt Erlangen, dem Mobilen Kino Nürnberg und dem Casa e.V. statt.

    Infos auch auf Facebook/Filmfestival

    4. Filmfestival 2016: "Chinas Ränder"

    16. - 20. November 2016

    „Chinas Ränder“ ist den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren ganz eigenen Identitätsfindungen. Dabei werden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entsteht aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den Filmen. Als besonderer Gäste sind die Filmemacher Pema Tseden und Wu Na eingeladen. 

    FILME:

    „Tharlo“ Drama 2015, Regie: Pema Tseden

    „Mirror of Emptiness“ Dokumentarfilm 2011, Regie: Ma Li

    „River Road” Drama 2015, Regie: Li Ruijun

    „Under the Split Light” Dokumentarfilm 2011, Regie: Deng Baochao

    „South of the Clouds” Dokumentarfilm 2012, Regie: Wang Erzhuo

    „E Cha” Dokumentarfilm 2012, Regie: Xie Rong

    „The Trail from Xinjiang” Dokumentarfilm 2013, Regie:  Chen Dongnan

    „Song and Moon” Drama 2011, Regie: Wu Na

    „A Simple Goodbye” Drama 2015, Regie: Degena, Yun

    „A Village with Two” Dokumentarfilm 2011, Regie: Zha Xiaoyuan

    „Apuda” Dokumentarfilm 2010, Regie: He Yuan

     

    INFORMATIONEN ZUM FESTIVAL 2016:

    3. Filmfestival 2014: "Hälfte des Himmels"? - Frauen in China

    29. Oktober - 2. November 2014

    Es geht um das The­ma Frauen in China, deren Stellung gerne mit dem Ausdruck "Frauen tragen die Hälfte des Himmels" beschrieben wird. Die chinesische Filmindustrie hat sich in den letzten Jahren rapide differenziert: Der Anteil weiblicher Regisseure ist beträchtlich gewachsen, und auch die Genres sind von weitaus größerer Vielfalt gekennzeichnet. Die Szene der Autorenfilme hat sich trotz zahlreicher bürokratischer und politischer Behinderungen mittlerweile fest etablieren können. Für das Festival wurde die Darstellung von Frauenbildern im gegenwärtigen China ge­wählt. Die Lage der Frau ist durchweg Thema dieser Filme; hinzu kommt der Umstand, dass zahlreiche Regisseurinnen mit ihren Filmen vertreten sind. Sehr unterschiedliche Frauenschicksale kommen zur Sprache. Filme von und über Frauen können neue Zugänge zu den komplexen Realitäten der chinesischen Gesell­schaft vermitteln.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    2. Filmfestival 2012: "Wandel – Konflikt – Hoffnung"

    15. - 18. November 2012

    Im Zentrum stehen die drei Begriffe "Wandel, Konflikt und Hoffnung". In der sich mit rasanter Geschwindigkeit verändernden chinesischen Gesellschaft müssen sich die Menschen mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit anpassen. In dieser schwierigen Situation treten unvermeidbar Konflikte zwischen dem Einzelnen und seinen Mitmenschen sowie zwischen sozialen Gruppen und staatlichen Institutionen zu Tage. Wie und ob der Einzelne trotz der sozialen Spannungen und Kontroversen über die Zukunft die Hoffnung weiterhin aufrechterhält, ist ein zentrales Anliegen der Filme.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    GAST: WANG YANG

    Wang Yang, geboren 1984 in Xianyang, Provinz Shaanxi, studierte Jura, bevor er zum Film kam. Er lebt und arbeitet in Xi'an als Filmemacher, Filmkritiker und Redakteur. Er drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme wie "Dishang Kongjian" (englischer Titel: "Transition Space"), "Zhongguo Men" (englischer Titel: "China Gate"), "Jijing zhi Sheng" (Der Laut der Stille) und "Biyesheng" (Der Absolvent), er ist Herausgeber des Handbuchs "Qingnian Dianying Shouce" (Junge Filmemacher) und gründete das Filmstudio Shouge. Seine Filme "Transition Space" und "China Gate" für Fragen und Gespräche anwesend.

    ERÖFFNUNG

    Grußwort: Dr. Dieter Rossmeisl
    Vortrag: Prof. Dr. Stefan Kramer

    FILME

    "24 City" Spielfilm 2008, Regie: Jia Zhangke

    "Bumming in Bejing" Dokumentation 1990, Regie: Wu Wenguang

    "Spring Fever" Spielfilm 2009, Regie: Lou Ye

    "The Unfinished History of Life" Dokumenation 2011, Regie: Cong Feng

    "Transition Space" Dokumenation 2007, Regie: Wang Yang

    "Platform" Spielfilm 2000, Regie: Jia Zhangke

    "Fortune Teller" Dokumenation 2010, Regie: Xu Tong

    "China Gate" Dokumentation 2011, Regie: Wang Yang

    "Tuyas Hochzeit" Spielfilm 2005, Regie: Wang Quan'an

    1. Filmfestival 2010: "Chinesische Lebenswelten"

    15. - 18. April 2010

    Mit einer Auswahl von neun Filmen gewährte das erste Festival offene und facettenreiche Einblicke in den modernen chinesischen Lebensalltag und die gesellschaftlichen Befindlichkeiten. Alle gezeigten Werke sind dem seit Ende der 1980er auch in China aufgekommenen Genre des Autorenfilms zuzurechnen. Gerade Filme dieses Genres waren es, welche in China noch bis ins Jahr 2003 einer Vielzahl an Widrigkeiten gegenüberstanden - bis hin zum Verbot. Die Filme setzen sich mit aktuellen Themen des modernen Chinas auseinander, wie beispielsweise dem gesellschaftlichen Gefälle, der Instabilität und Ausweglosigkeit auf der Suche nach persönlichem Glück und dem Hinterfragen der chinesischen Lebenswelten, die sich in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen als Spiel- und Dokumentarfilm artikulieren.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    GAST: HUANG WENHAI

    Huang Wenhai, geboren 1971 in der Provinz Hunan, absolvierte sein Filmstudium 1996. Seither arbeitet er als unabhängiger Filmregisseur. Von seinen Filmen wurden 2010 "Wir" (Originaltitel: "Women"), "Die Kinder aus dem Militärlager" (Originaltitel: "Junxunying Jishi") und "Traumwanderung" (Originaltitel: "Mengyou") gezeigt.

    ERÖFFNUNUNG

    Grußwort: Dr. Siegfried Balleis
    Vortrag: Prof. Dr. Michael Lackner
    Filmgespräch mit Moderation von Prof. Dr. Kay Kirchmann

    FILME

    "Wir" Dokumentarfilm 2008, Regie: Huang Wenhai

    "Nanjing Straße" Dokumentarfilm 2007, Regie: Zhao Dayong

    "Der gute Mensch der drei Schluchten" Spielfilm 2006, Regie: Jia Zhangke

    "1428" Dokumentarfilm 2009, Regie: Du Haibin

    "Erhebung aus dem Staub" Spielfilm 2007, Regie: Gan Xiao'er

    "Die Kinder aus dem Militärlager" Dokumentarfilm 2003, Regie: Huang Wenhai

    "Traumwanderung" Dokumentarfilm 2005, Regie: Huang Wenhai

    "Taxifahrer" Dokumentarfilm 2008, Regie: Fan Jian

    "Welt" Spielfilm 2005, Regie: Jia Zhangke

    Zum Trailer

    Zum Bericht

    Gefördert durch: