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  • Chinesisches Filmfestival

    Seit 2010 veranstaltet das Konfuzius-Institut alle zwei Jahre ein Filmfestival, das einen ungewöhnlichen Einblick in die Arbeit von chinesischen Filmemachern gibt ­– von bekannten Größen, aber auch jungen Nachwuchsregisseuren. Die Dokumentar- und Spielfilme spiegeln damit die unmittelbare Gegenwart Chinas wider. Sie sind zum Teil in deutscher Erstaufführung zu sehen.
     

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    6. Chinesisches Filmfestival: Unruhestand? – Altern in China

    Frühjahr 2021

    Wie das Corona-Virus macht auch das Altern an keiner Grenze halt. Es betrifft alle Menschen auf der Welt. Und doch sind Alter und Tod die meist verdrängten Themen der Moderne – man könnte sogar argumentieren, dass unser gesamtes Leben sich darum dreht, Alter und Tod möglichst gut auszublenden und hinauszuzögern. Damit handelt es sich um ein Schlüsselthema der menschlichen Existenz. Das Leben dreht sich um das Lebensende, den blinden Fleck. Was passiert, wenn wir die Augen dafür öffnen? Versuchen Sie´s – besuchen Sie unser 6. Chinesisches Filmfestival.

    Auch China steht inzwischen vor dem Problem der Überalterung. Schätzungen zufolge wird es in der Volksrepublik im Jahr 2030 aufgrund der Ein-Kind-Politik mehr Rentner als Kinder geben. Auch die Anzahl der Mehrgenerationenhaushalte nimmt immer mehr ab, wodurch das Problem der Altersvorsorge wächst. Die durchschnittliche Lebenserwartung von chinesischen Männern liegt bei 74,3 Jahren, von Frauen bei 78,8 Jahren. Zum Vergleich: In Deutschland werden Männer im Durchschnitt 78,6 und Frauen 83,5 Jahre alt. Trotzdem ist das Renteneintrittsalter für Männer in China mit 60 und für Frauen mit 50 (bzw. 55 für Beamtinnen) festgelegt, und zwar bereits seit den 1950er Jahren. Das bedeutet einerseits, dass über einen kürzeren Zeitraum für die Altersversorgung gespart werden kann, andererseits aber auch, dass Rentner in China vergleichsweise jung und rüstig sind und oft erst im Rentenalter Hobbies für sich entdecken. Dazu gehört z.B. der typische Square Dance, der in allen chinesischen Städten und Dörfern zu finden ist. 

    Die Bandbreite der Chinesen und Chinesinnen jenseits des Rentenalters ist so enorm wie das Land groß und divers ist. Dazu zählt auch eine der reichsten Frauen der Welt, die 89-jährige Kwong Siu-hing aus Hong Kong mit einem Vermögen von 15,1 Mrd. US-Dollar. Viele Menschen verdienen in China aber immer noch weniger als 500 Yuan (ca. 50 Euro) im Monat, wobei ein halbwegs gutes Altersheim in einer chinesischen Großstadt mindestens 2000 Yuan kostet. Auch haben nicht alle Rentner ausreichend hohe Rentenansprüche, unter anderem da viele Unternehmer in China trotz gesetzlicher Verpflichtung nicht in die Sozialversicherungen einzahlen, vor allem abseits der Großstädte. Besser sieht die Lage dagegen in den boomenden Megacities wie Peking aus. Gerade auf dem Land arbeiten Rentner also oft bis ins hohe Alter z.B. auf den Feldern mit oder kümmern sich um ihre Enkel, wenn die Eltern in einer entfernten Großstadt arbeiten. Eine weitere Säule der Altersversorgung in China sind die Nachkommen. Von diesen wird erwartet, dass sie sich um ihre Eltern kümmern. Laut Gesetz können Eltern seit 2013 ihre Kinder sogar verklagen, wenn diese sie nicht besuchen. Allerdings ist das Gesetz so vage formuliert, dass es nur schwer durchzusetzen ist. Ähnliche Gesetze gibt es auch in Bangladesch, Indien und Singapur.

    Mit diesen Herausforderungen der chinesischen alternden Bevölkerung beschäftigt sich also unser diesjähriges Filmfestival. Doch Alter muss nicht nur negativ besetzt sein. Gerade in der konfuzianischen Kultur ist das Alter überwiegend sogar sehr positiv konnotiert – auch diese Sichtweise kommt bei unserem Festival nicht zu kurz. Unser Festival zeigt all diese Facetten: das traurige, schwierige sowie das versöhnliche Gesicht des Alterns in China. Im Programm sind Komödien und Tragikomödien im Stil von „Best Exotic Marigold Hotel“ oder „Honig im Kopf“, Dramen und Dokumentarfilme.

    Das Festival findet im Frühjahr 2021 in den Lamm-Lichtspielen in Erlangen und im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg statt, ein genauer Termin wird in Kürze bekannt gegeben. 

    Alle Filme werden im Originalton mit englischen Untertiteln gezeigt.

    Nährere Informationen folgen.


    Rückblick vergangene Festivals:

    5. Chinesisches Filmfestival 2018: China Outdoor

    28. November - 2. Dezember 2018

    Lange wurde Natur in China mit einem von der Entwicklung abgeschnittenen „Hinterland“ assoziiert oder man fand sie verklärt als Topos in klassischen Gedichten der Song- und Tang-Zeit. Die junge Entwicklung des Interesses der chinesischen Bevölkerung an Outdoor-Sport sowie die Umdeutung von Natur hin zum Freizeitraum geht Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sie ist ein Zeichen des wachsenden Wohlstands in China und wird auch durch die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gefördert. Das Festival zeigte Chinas wilde Seite mit atemberaubenden Landschaften und unkonventionellen Charakteren und gab Einblick in eine weitere Trendwende in China. Ergänzt durch Filmeinführungen, Gespräche mit anwesenden Regisseuren sowie ein zum Festival erschienenes Begleitheft wurde das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet. Auch die Teile der chinesischen Bevölkerung kamen zu Wort, die sich solch zeit- und geldintensive Sportarten nicht leisten können, sondern ganz im Gegenteil, mit körperlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt gerade so bestreiten.

    Das Festival fand in den Lamm-Lichtspielen Erlangen, dem Casablanca Nürnberg und der Boulderhalle E4 in Nürnberg statt. Es wurde von der Kulturförderung der Stadt Erlangen, Das Lamm muss laufen! e.V., Casa e.V., Curt Magazin und GUAMPA Energy gefördert. Das Mobile Kino ermöglichte das Screening in der Boulderhalle E4. Zwei Regisseure reisten extra aus China an: Ein Gast war Tony Cheung, Macher des China Climbing Documentary Projects. Das Projekt ist großteils selbstfinanziert und lebt von dem ehrenamtlichen Einsatz von Kletterern aus Hong Kong, Festland-China und Kanada. Ebenfalls zu Gast beim Festival war der Pekinger Regisseur Hao Zhiqiang. Der Eröffnungsfilm des Festivals, seine mehrfach preisgekrönte Dokumentation „Bazaar Jumpers“, zeigt zwei uigurische Brüder, Aydar und Xerali, die trotz des Widerstands ihrer besorgten Mutter in jeder freien Minute ihrer Leidenschaft nachgehen. Sie trainieren und sammeln Geld, um an einem großen Parkour-Wettbewerb in Peking teilzunehmen.
     

    FILME:

    „Himalaya: Ladder to Paradise”, Dokumentarfilm 2015, Regie: Xiao Han, Liang Junjian

    „The Sacred Arrow”, Spielfilm, Regie: Pema Tseden

    „Dragon Boat“, Dokumentarfilm 2010, Regie: Cao Dan

    „Seven Kilometers“, Dokumentarfilm 2017, Regie: Borjigin Rashidorj

    „1350 Km“, Dokumentarfilm 2011, Regie: Cheng He

    „Jade Hunters Of China“, Dokumentarfilm 2016, Produzenten: Natural History New Zealand & Xinjiang TV

    „10“ China Snow Movie, Dokumentarfilm 2017, Regie: PM:Studio, Mellowparks.cn

    „From Dumplings to Rock” (China Climbing Documentary Project), Dokumentarfilm 2018, Regie: Tony Cheung

    „The Black Hole” (China Climbing Documentary Project), Dokumentarfilm 2018, Regie: Tony Cheung

    „Searching for Chistmas Tree “, Dokumentarfilm 2017, Regie: Lie Feng 

    „The Long Journey to The Chinese West”, Dokumentarfilm 2015, Regie: Ryder Stroud (Itinerant Climbers Collective)

    „Taishans Jochträger“, Dokumentarfilm 2017, Regie: Wang Hongzhen von Geng Shandong

    „Seventy-Seven Days", Spielfilm 2017, Regie: Zhao Hantang 

    „Bazaar Jumpers”, Dokumentarfilm 2013, Regie: Hao Zhiqiang 

    „Shenzhen Kunlun Red Star”, Dokumentarfilm 2017, Produzent: Shenzhen Kunlun Red Star 

    „China to Siberia: Crossing the Loneliest Lake”, Dokumentarfilm 2017, Regie: Xu Jiangjun, alias Ivan Xu  

    „Fixie-Fahrer In Beijing”, Dokumentarfilm 2017, Regie: Sun Yu 

    „China: A Skier’s Journey”, Dokumentarfilm 2016, Regie: Jordan Manley 

    „Odysseus Reise”, Dokumentarfilm 2013, Regie Zhang Miao 

     „South End of The World”, Dokumentarfilm 2015, Regie: Zhang Minming, Liu Yong

    „Super-Tramps”, Dokumentarfilm 2016, Regie: Mu Cun 


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    4. Chinesisches Filmfestival 2016: Chinas Ränder

    16. - 20. November 2016

    „Chinas Ränder“ war den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren Identitätsfindungen. Dabei wurden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entstand aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den Filmen. Im Rahmen des Festivals fand am 18. November 2016 ein Round-Table-Gespräch mit Experten aus Sinologie, Tibetologie, Medienwissenschaft, dem Co-Kurator des Festivals und der Regisseurin Wu Na im Wassersaal der Orangerie in Erlangen statt. Der Moderator der Diskussion war Christoph Müller-Hofstede von der Bundeszentrale für politische Bildung. Zudem hielt die chinesische Kultur- und Filmexpertin Dr. Lu Xiaoning einen Vortrag zum Thema "The Political Calculus of Ethnicity: the National Minority Film in the Early PRC" und Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer bot mit seinem Vortrag zum Thema "Modernisierung und kulturelle Identität in China" dem filminteressierten Publikum wertvolles Hintergrundwissen zu den ethnischen Minoritäten Chinas.

    Als Gäste waren der bekannte Regisseur Pema Tseden sowie die Nachwuchsregisseurin Wu Na eingeladen. Das Filmfestival fand 2016 erstmals in zwei Städten statt, in Erlangen in den Manhattan-Kinos und in Nürnberg im Casablanca Filmkunsttheater. Es wurde unterstützt durch die Bundeszentrale für politische Bildung, den Verein Das Lamm muss laufen! e.V. sowie die Kulturförderung der Stadt Erlangen.

     

    FILME:

    „Tharlo“ Drama 2015, Regie: Pema Tseden

    „Mirror of Emptiness“ Dokumentarfilm 2011, Regie: Ma Li

    „River Road” Drama 2015, Regie: Li Ruijun

    „Under the Split Light” Dokumentarfilm 2011, Regie: Deng Baochao

    „South of the Clouds” Dokumentarfilm 2012, Regie: Wang Erzhuo

    „E Cha” Dokumentarfilm 2012, Regie: Xie Rong

    „The Trail from Xinjiang” Dokumentarfilm 2013, Regie:  Chen Dongnan

    „Song and Moon” Drama 2011, Regie: Wu Na

    „A Simple Goodbye” Drama 2015, Regie: Degena, Yun

    „A Village with Two” Dokumentarfilm 2011, Regie: Zha Xiaoyuan

    „Apuda” Dokumentarfilm 2010, Regie: He Yuan


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    3. Chinesisches Filmfestival 2014: Hälfte des Himmels? – Frauen in China

    29. Oktober - 2. November 2014

    Es ging um das The­ma Frauen in China, deren Stellung gerne mit dem Ausdruck „Frauen tragen die Hälfte des Himmels“ beschrieben wird. Die chinesische Filmindustrie hat sich in den letzten Jahren rapide differenziert: Der Anteil weiblicher Regisseure ist beträchtlich gewachsen, und auch die Genres sind von weitaus größerer Vielfalt gekennzeichnet. Die Szene der Autorenfilme hat sich trotz zahlreicher bürokratischer und politischer Behinderungen mittlerweile fest etablieren können. Für das Festival wurde die Darstellung von Frauenbildern im gegenwärtigen China ge­wählt. Die Lage der Frau ist durchweg Thema dieser Filme; hinzu kommt der Umstand, dass zahlreiche Regisseurinnen mit ihren Filmen vertreten sind. Sehr unterschiedliche Frauenschicksale kommen zur Sprache. Filme von und über Frauen können neue Zugänge zu den komplexen Realitäten der chinesischen Gesell­schaft vermitteln.

    Begleitend fand am 31.10.2014 ein Round-Table-Gespräch statt, bei welchem spannende, aber auch kritische Themen erörtert wurden, die eine lebendige und interessante Diskussion entstehen ließen. Christoph Müller-Hofstede, Projektleiter in der Bundeszentrale für politische Bildung, moderierte in der gut gefüllten Orangerie in Erlangen das Gespräch, bei dem chinesische Regisseurinnen und Chinaexperten aus Deutschland zusammenkamen, um Einblicke in die aktuelle Filmlandschaft Chinas und die Lage der Frauen in China zu geben. Zu den hochkarätigen Gästen gehörten eine der führenden Frauenrechtlerinnen der VR China Prof. Li Xiaojiang, Filmemacherin Ji Dan, Dozentin für Ostasienwissenschaften an der Universität Wien Dr. Astrid Lipinsky und Schriftsteller sowie Dokumentarfilmer Zhou Qing. Das Filmfestival wurde in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen! e.V. gezeigt.


    FILME

    „Spiral Staircase of Harbin“, Dokumentarfilm 2009, Regie: Ji Dan,

    „When the Bough Breaks“, Dokumentarfilm 2012, Regie: Ji Dan,

    „Dam Street“, Dokumentarfilm 2009, Regie: Li Yu,

    „Teeth of Love“, Spielfilm 2006, Regie: Zhuang Yuxin,

    „The Next Life“, Dokumentarfilm 2011, Regie: Fan Jian,

    „Double Xposure“, Spielfilm 2012, Regie: Li Yu,

    „Summer Palace“, Spielfilm 2006, Regie: Lou Ye,

    „Huamulin, Boy Xiaoqiang“, Dokumentarfilm 2013, Regie: Li Xinmin,

    „Self-Portrait with Three Women“, Dokumentarfilm 2010, Regie: Zhang Mengqi


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    Programmheft

    2. Chinesisches Filmfestival 2012: Wandel – Konflikt – Hoffnung

    15. - 18. November 2012

    Im Zentrum standen die drei Begriffe "Wandel, Konflikt und Hoffnung". In der sich mit rasanter Geschwindigkeit verändernden chinesischen Gesellschaft müssen sich die Menschen mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit anpassen. In dieser schwierigen Situation treten unvermeidbar Konflikte zwischen dem Einzelnen und seinen Mitmenschen sowie zwischen sozialen Gruppen und staatlichen Institutionen zu Tage. Wie und ob der Einzelne trotz der sozialen Spannungen und Kontroversen über die Zukunft die Hoffnung weiterhin aufrechterhält, ist ein zentrales Anliegen der Filme.

    Das Filmfestival wurde in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen! e.V. gezeigt. Zu Gast war Regisseur Wang Yan. Geboren 1984 in Xianyang, Provinz Shaanxi, studierte er Jura, bevor er zum Film kam. Er lebt und arbeitet in Xi'an als Filmemacher, Filmkritiker und Redakteur. Er drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme wie „Dishang Kongjian“ (englischer Titel: "Transition Space"), „Zhongguo Men“ (englischer Titel: "China Gate"), „Jijing zhi Sheng“ (Der Laut der Stille) und „Biyesheng“ (Der Absolvent), er ist Herausgeber des Handbuchs „Qingnian Dianying Shouce“ (Junge Filmemacher) und gründete das Filmstudio Shouge. Seine Filme „Transition Space“ und „China Gate“ für Fragen und Gespräche anwesend. Eröffnet wurde das Festival durch den ehemaligen Dezernenten für Bildung, Kultur und Jugend der Stadt Erlangen, Dr. Dieter Rossmeissl, gefolgt von einem Vortrag von Prof. Dr. Stefan Kramer.

     

    FILME

    „24 City“, Spielfilm 2008, Regie: Jia Zhangke

    „Bumming in Bejing“, Dokumentation 1990, Regie: Wu Wenguang

    „Spring Fever“, Spielfilm 2009, Regie: Lou Ye

    „The Unfinished History of Life“, Dokumentation 2011, Regie: Cong Feng

    „Transition Space“, Dokumentation 2007, Regie: Wang Yang

    „Platform“, Spielfilm 2000, Regie: Jia Zhangke

    „Fortune Teller“, Dokumentation 2010, Regie: Xu Tong

    „China Gate“ Dokumentation 2011, Regie: Wang Yang

    „Tuyas Hochzeit“ Spielfilm 2005, Regie: Wang Quan'an


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    1. Chinesisches Filmfestival 2010: Chinesische Lebenswelten

    15. - 18. April 2010

    Mit einer Auswahl von neun Filmen gewährte das erste Festival offene und facettenreiche Einblicke in den modernen chinesischen Lebensalltag und die gesellschaftlichen Realitäten. Alle gezeigten Werke sind dem seit Ende der 1980er auch in China aufgekommenen Genre des Autorenfilms zuzurechnen. Gerade Filme dieses Genres waren es, welche in China noch bis ins Jahr 2003 einer Vielzahl an Widrigkeiten gegenüberstanden - bis hin zum Verbot. Die Filme setzen sich mit aktuellen Themen des modernen Chinas auseinander, wie beispielsweise dem gesellschaftlichen Gefälle, der Instabilität und Ausweglosigkeit auf der Suche nach persönlichem Glück und dem Hinterfragen der chinesischen Lebenswelten, die sich in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen als Spiel- und Dokumentarfilm artikulieren.

    Das Filmfestival wurde in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen! e.V. gezeigt. Eröffnet wurde das Festival durch den ehemaligen Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis, gefolgt von einem Vortrag des Inhabers des Lehrstuhls für Sinologie der FAU, Prof. Dr. Michael Lackner und einem Filmgespräch mit Moderation von Prof. Dr. Kay Kirchmann. Zu Gast war der Regisseur Huang Wenhai. Geboren 1971 in der Provinz Hunan, absolvierte sein Filmstudium 1996. Seither arbeitet er als unabhängiger Filmregisseur. Von seinen Filmen wurden 2010 „Wir“ (Originaltitel: "Women"), „Die Kinder aus dem Militärlager“ (Originaltitel: „Junxunying Jishi“) und „Traumwanderung“ (Originaltitel: „Mengyou“) gezeigt.

     

    FILME:

    „Wir“, Dokumentarfilm 2008, Regie: Huang Wenhai

    „Nanjing Straße“, Dokumentarfilm 2007, Regie: Zhao Dayong

    „Der gute Mensch der drei Schluchten“, Spielfilm 2006, Regie: Jia Zhangke

    „1428“, Dokumentarfilm 2009, Regie: Du Haibin

    „Erhebung aus dem Staub“, Spielfilm 2007, Regie: Gan Xiao'er

    „Die Kinder aus dem Militärlager“, Dokumentarfilm 2003, Regie: Huang Wenhai

    „Traumwanderung“, Dokumentarfilm 2005, Regie: Huang Wenhai

    „Taxifahrer“, Dokumentarfilm 2008, Regie: Fan Jian

    „Welt“, Spielfilm 2005, Regie: Jia Zhangke


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