04.02.2026 18:00 - 19:00

Warum wir heute anders über China sprechen

Ursachen, Wahrnehmungen und geopolitische Narrative zum Wandel des Chinabilds

Vortrag von Thomas Brandt

Im Vortrag stand das sich wandelnde Chinabild in Deutschland und weltweit im Mittelpunkt. Über Jahrzehnte hinweg profitierten deutsche Unternehmen vom Chinageschäft, während gleichzeitig der gesellschaftlich-kulturelle Austausch durch Städtepartnerschaften und internationale Kooperationen stetig zunahm.

In den vergangenen Jahren sahen sich jedoch viele Verantwortliche mit der Herausforderung konfrontiert, ihr China-Engagement zunehmend kritisch rechtfertigen zu müssen. Der Vortrag ging der Frage nach, warum sich das öffentliche und politische Chinabild in Deutschland so deutlich verändert hat.

Darüber hinaus beleuchtete Thomas Brandt das Chinabild in anderen Weltregionen sowie die historische Wahrnehmung Chinas. Ein weiterer Fokus lag auf der gestiegenen medialen Aufmerksamkeit für China und Taiwan, die in jüngster Zeit deutlich zugenommen hat.

Der Referent argumentierte, dass China heute zwar stärker im globalen Diskurs präsent sei, jedoch häufig aus problemorientierten Perspektiven. Vor diesem Hintergrund stellte der Vortrag zentrale Fragen: Was hat sich verändert? und welche Rolle spielen geopolitische Narrative in der Wahrnehmung Chinas?

Thomas Brandt beriet seit über 30 Jahren Unternehmen im Asiengeschäft und war davon 28 Jahre in der Geschäftsführung der AHK Malaysia & Indonesien tätig. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zu China, zur Geschichte Europas, zu Markteintrittsstrategien sowie zu interkulturellen Themen und produzierte zudem Podcasts zu China.

Er lebt und arbeitet in Südostasien.

Zeit: Mittwoch, 4. Februar 2026, 18 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg


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