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  • 30.04.2021 13:00 - 27.06.2021 18:00 | Nürnberg | Ausstellungen

    Fotofestival Nürnberg 2021 – facing reality

    AKTUELLES: 

    Wir freuen uns, unseren Kunstraum ab dem 27. Mai 2021 wieder für Sie öffnen zu dürfen. Damit Sie sich während Ihres Besuches sicher fühlen können, setzen wir umfassende Sicherheits- und Hygieneregelungen um. Die Anzahl der Besucher im Kunstraum ist begrenzt. Wir sind außerdem verpflichtet, Ihre Kontaktdaten zu erheben. Wir bitten Sie, während Ihres Besuchs eine FFP2-Maske zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten.

    Wir bitten Sie, während Ihres Besuchs eine FFP2-Maske zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten.

    Vielen Dank für Ihre Kooperation! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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    Gu You, Anika Maaß und Anna Maria Bartels im Kunstraum des Konfuzius-Instituts

    Fotografie, die sich mit aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen und Strömungen befasst, steht im Fokus des ersten Fotofestival Nürnberg 2021 – facing reality, veranstaltet von der fotoszene nürnberg e.V. in Kooperation mit dem Kunsthaus im KunstKulturQuartier. Arbeiten von Mitgliedern der Fotoszene treffen auf fotografische Positionen überregional und international geladener Gäste. Im Festivalzeitraum wird das Thema Fotografie in der ganzen Stadt präsent sein. Der zentrale Veranstaltungsort ist das Kunsthaus im KunstKulturQuartier.

    Der Kunstraum des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen freut sich sehr, das erste Fotofestival sowohl mit einer eigenen Ausstellung der chinesischen Fotografin Gu You 谷优 um eine internationale Position zu bereichern, wie auch als Spielort für zwei junge Fotografinnen aus dem Portfolio des Festivals, Anika Maaß und Anna Maria Bartels, vertreten zu sein.

    Nähere Informationen zum Fotofestival: https://fotofestivalnuernberg.de/ 

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    Ausstellungszeitraum: 30.04. - 27.06.2021

    Öffnungszeiten der Ausstellung: mittwochs bis samstags 13 - 18 Uhr
    Bitte beachten Sie: Die Öffnung des Kunstraums ist abhängig von den zum jeweiligen Zeitpunkt geltenden Corona-Vorschriften, bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch auf unserer Website über die aktuellen Öffnungszeiten. 

    Ort: Kunstraum des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Pirckheimerstr. 36, 90408 Nürnberg

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    Ausstellung Gu You 谷优


    Im Rahmen des FOTOFESTIVAL NÜRNBERG 2021 präsentiert das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen in seinem Kunstraum in der Pirckheimerstraße 36 Arbeiten der chinesischen Künstlerin Gu You.

    Gu You wurde 1990 in Hunan, China, geboren und wohnt und arbeitet derzeit in Berlin und Peking. Nach dem Abschluss ihres Studiums an der Beijing Film Academy mit einem Bachelor of Fine Arts zog sie 2015 nach Berlin und vollendete 2021 ihr Studium an der Universität der Künste Berlin. Aufgewachsen in einer Zeit rasanter sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen und geprägt durch die kulturelle Verschmelzung, wurde sie stark von Kino, Musik, Comics und Literatur geprägt. Geleitet von ihren eigenen Erfahrungen und Reisen zwischen Ost und West, schöpft sie ihre kreative Inspiration und ihre künstlerischen Themen aus ihrer Lebenserfahrung in gegensätzlichen Umgebungen und ihrer Reflexion darüber. In ihren Arbeiten untersucht sie die verschleierten historischen und kulturellen Überzeugungen, Widersprüche und letztendlich die individuellen Mentalitäten hinter dem menschlichen Verhalten.

    Das dominierende Medium ihrer künstlerischen Praxis ist die Fotografie, bei der sie besondere Drucktechniken einsetzt. Fotografie ist für sie wie ein kleines Stück aus einer kompletten Geschichte, die sie selbst erzählt, dem Publikum aber trotzdem einen relativ offenen Raum zum Nachdenken lässt. Mit einer unkonventionellen Technik lässt sie die Pixel wellenförmig bewegen, was zu einer Transformation des ursprünglichen Bildinhalts führt. Die Wellenbewegung dieser neuen visuellen Elemente verwischen die Bedeutung des Fotos.  Diese Transformation hat für sie eine doppelte Bedeutung: einerseits spiegelt es ihren kognitiven Lebensraum wider und andererseits ist es ein willkommener Einstiegspunkt für den Betrachter, um ähnlich einzigartige und persönliche Interpretationen zu schaffen.

    Gu Youbegann 2018 mit den Arbeiten zu ihrer Foto-Serie BURNING, die von der traditionellen Feuerdrachen-Zeremonie (烧龙) in Xiangxi, der Heimatstadt der Künstlerin in Hunan, inspiriert wurde. Historischen Texten zufolge stammt das Ritual der „Drachenverbrennung“ aus der Legende „Zhanggong erlegt den Drachen“ und wurde im Laufe der Zeit schrittweise als rituelles Gebet für ertragreiche Ernten übernommen. Es ist ein aufregendes und furchteinflößendes Ereignis, das von ohrenbetäubenden Explosionen begleitet wird. Dieses dionysische Festival gleicht einem Schlachtfeld, das gleichzeitig die Zuschauer mit seiner großen Vitalität beeindruckt.

    Hervorgegangen aus der Ehrfurcht und Angst des Menschen vor dem Unbekannten, haben solche Aktivitäten wie Opfergaben und Zeremonien bis in die Gegenwart überlebt. Auch dieses Ritual war von Feuer durchdrungen, allgegenwärtig als unersetzliches Element. Blickt man auf die Geschichte der Menschheit zurück, ist das „Verbrennen“ oder das „Feueropfer“ untrennbar mit der menschlichen Interaktion verbunden, sowohl mit der Entwicklung als auch mit den Krisen der Gesellschaften. Die Rolle und das Gefühl des Feuers ändern sich abhängig von den unterschiedlichen Bedingungen der Menschheit und historischer Instanzen. Die Dichotomie, die das Feuer neben seiner Nützlichkeit zeigt, interpretiert somit die Höhen und Tiefen des Lebens und die inneren Konflikte der menschlichen Kollektivität. Die Bedeutung des Akts des Verbrennens wird durch unsere Existenz noch umfangreicher und mehrdeutiger. 

    In der eigens für den Kunstraum kreierten Rauminstallation werden sechs großflächige Arbeiten der Serie BURNING präsentiert.

    Mit freundlicher Unterstützung von www.berlin.recom-art.com

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    FOTOFESTIVAL NÜRNBERG 2021   facing reality

    Ausstellung Anika Maaß & Anna Maria Bartels


    Die fotoszene nürnberg e.V. und das Kunsthaus im KunstKulturQuartier präsentieren in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Arbeiten von Anika Maaß (Nürnberg) und Anna Maria Bartels (Weimar).

    Anika Maaß (geb. 1990) schloss 2011 ihr Design-Studium an der TH Nürnberg ab und ist seitdem als freiberufliche Fotografin tätig. Sie zeigt erstmalig Arbeiten ihrer Foto-Serie Freitags immer Kirschen (2017-2018), in der Frauen im Fokus stehen, die sich bewusst zur Konversion entschieden haben. Die muslimischen Frauen treffen sich in Gruppen, zum Austausch, zur Weiterbildung, um Zeit miteinander zu verbringen und sich kennenzulernen. Sie erzählen die Geschichte von ihrem Weg zum muslimischen Glauben; sie erzählen noch viel mehr; aus ihrem Leben; von ihren Träumen, ihren Ängsten, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft.

    Anna Maria Bartels (geb. 1997) studiert an der Bauhaus-Universität Weimar bei Anne Schönharting. Für das Fotofestival zeigt sie erstmalig Arbeiten der Serie off-label (2020). Der Begriff Depersonalisations-/Derealisationserleben bezeichnet einen Zustand der Selbstentfremdung, bei dem Betroffene eine Veränderung ihres Persönlichkeitsbewusstseins wahrnehmen. Die Symptome dafür sind jedoch divers und schwer in Worte zu fassen. Ein verändertes Körperempfinden, veränderte Räumlichkeitswahrnehmung, emotionale Taubheit, Veränderungen der visuellen Wahrnehmung und Sinneserleben im Allgemeinen können auftreten. Betroffene nehmen ihre Umgebung wie aus einer Blase wahr, als würden sie wörtlich neben sich stehen oder wie fremdgesteuert im eigenen Körper sein. Dabei bleibt die Realitätsprüfung, das Bewusstsein dafür, dass etwas „nicht normal“ ist, intakt.

     

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