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  • 01.03.2021 18:00 - 26.04.2021 23:59 | Online | Vorträge und Lesungen

    China und die Geschichte der maritimen Seidenstraße

    Online-Vortragsreihe vom 1. März - 26. April 2021

    Eine gemeinsame Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen und des Konfuzius-Instituts Bonn

    Wir bitten um Anmeldung für die einzelnen Vorträge. 
     

    01.03.2021:
    Prof. Dr. Ralph Kauz
    Die maritime Seidenstraße: China und der Ferne Westen, Raum und Zeit
    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_4_5e4J8DQ0eHAlbrupr3Kw

    15.03.2021
    Dr. Alexander Jost
    Der Islam auf der „Maritimen Seidenstraße“
    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_70IhmU-mTyWSUykLrK-KRg

    29.03.2021
    Prof. Dr. Angela Schottenhammer
    Die medizinische Seidenstraße: Ärzte, Arzneidrogen, Krankheiten und medizinische Kenntnisse
    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_u5CuMJkSScGDfA2jp2ACPA

    19.04.2021
    Dr. Elke Papelitzky
    Eine Karte für den Kaiser: Wie Shi Shipiao versuchte, das Handelsverbot mit Südostasien von 1717 zu lockern
    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_LXEtbheuQnW45JLIOeDMEA

    26.04.2021
    Prof. Dr. Roderich Ptak
    Die „Maritime Seidenstraße“ und Chinas Inselwelt: ein Streifzug durch Geographie, Geschichte und Politik
    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_rsuIcbB1SqyCrMHvSCta5A


    Alle Online-Vorträge finden jeweils montags um 18 Uhr über die Videokonferenz-Software Zoom statt. Bitte melden Sie sich für den jeweilige Vortrag an. Nach der Registrierung erhalten Sie die Zugangsdaten per E-Mail. Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos.

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    Die maritime Seidenstraße: China und der Ferne Westen, Raum und Zeit
    01.03.2021   I   Prof. Dr. Ralph Kauz

    Ausgehend von den beiden Eckpunkten der maritimen Seidenstraße ­– China und der Westen des Indischen Ozeans – zeigt der Vortrag einige grundlegende Strukturen und Entwicklungen auf und gibt damit eine erste Einführung in die Thematik, die in den folgenden Vorträgen der Reihe von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet wird. Schwerpunkt dieses Vortrags bilden aber die Kontakte zwischen der iranisch-arabischen und chinesischen Welt aus chinesischer Perspektive. Dabei wird insbesondere die Ming-Dynastie (1368-1644) in Betracht gezogen.

    Ralph Kauz studierte Islamwissenschaften, Sinologie und Politikwissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Geschichte der Beziehungen Chinas mit Zentral- und Westasien zur Yuan- und Ming-Zeit. Seit 2010 ist er Professor für Sinologie an der Universität Bonn. Gastprofessuren führten ihn an die Kwansei Gakuin Universität (Japan), die Tsinghua University, die Beijing Foreign Studies University sowie die Nanjing University.

    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_4_5e4J8DQ0eHAlbrupr3Kw

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    Der Islam auf der „Maritimen Seidenstraße“
    15.03.2021   I   Dr. Alexander Jost

    Schon in seinen ersten Jahrzehnten verbreitete sich der Islam entlang bestehender Handelsrouten längs der Küsten des Indischen Ozeans und darüber hinaus. Zunächst ließen sich muslimische Händler vor allem in südchinesischen Küstenstädten nieder, später entstanden muslimische Gemeinschaften auch vielerorts im Hinterland. Die sogenannten Seidenstraßen über Land und Wasser hielten sie in Verbindung mit den Kernländern des Islam ­– oder trennten sie von ihnen, denn die Funktionalität dieser komplexen Transportwege war im steten Wandel begriffen. In diesem Vortrag soll dargestellt werden, wie der politisch und wirtschaftlich bedingte Wandel den chinesischen Islam durch die Geschichte hindurch prägte und bis in die Gegenwart beeinflusst.

    Alexander Jost ist Globalhistoriker an der Universität Salzburg. Er studierte Islamwissenschaft, Rhetorik und Sinologie in Tübingen und Istanbul. Nach seiner Promotion, in welcher er sich mit Fragen der Wissenschafts- und Technikgeschichte im mittelalterlichen China auseinandersetzte, leitete Jost für fünf Jahre das European Centre for Chinese Studies (ECCS) an der Peking-Universität. Seine gegenwärtigen Forschungsschwerpunkte sind der Austausch von Wissen und Waren zwischen China und der Islamischen Welt und zwischen China und Europa vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit.

    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_70IhmU-mTyWSUykLrK-KRg

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    Die medizinische Seidenstraße: Ärzte, Arzneidrogen, Krankheiten und medizinische Kenntnisse
    29.03.2021   I   Prof. Dr. Angela Schottenhammer

    Unter den vielen Produkten, die über die Meere verschifft wurden, waren über die Jahrhunderte auch zahlreiche Arzneidrogen und aromatische Stoffe. Ärzte und Personen mit medizinischen und/oder botanischen Kenntnissen waren bei Notfällen an Bord von Schiffen gefragt und wurden als Fachleute zur Erforschung von Flora, Fauna und heilkundlichen Praktiken fremder Länder angeworben. Doch die Seereisen über die Weltmeere trugen ungewollt auch zur Verbreitung von Krankheiten bei. Der Vortrag vermittelt Einblicke in den Handel mit Arzneien, den Transfer medizinischen Wissens sowie Praktiken von Ärzten an Bord und konzentriert sich dabei vor allem auf die asiatischen Gewässer der frühen Neuzeit.

    Angela Schottenhammer, Sinologin und Historikerin (Habilitation 2000 an der LMU), ist Professorin am FB Geschichte der KU Leuven in Belgien. Sie hat umfangreich zur Geschichte Chinas und Ostasiens publiziert, insbesondere zu Themen der Seidenstraßen und der weltgeschichtlichen Einbindung Chinas sowie zur Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte Asiens. Sie ist Herausgeberin der wissenschaftlichen Zeitschrift Crossroads – An Interdisciplinary Journal of Asian Interactions sowie zweier Buchreihen (Brill; Harrassowitz) und Mitherausgeberin verschiedener internationaler Fachzeitschriften.

    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_u5CuMJkSScGDfA2jp2ACPA

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    Eine Karte für den Kaiser: Wie Shi Shipiao versuchte, das Handelsverbot mit Südostasien von 1717 zu lockern
    19.04.2021   I   Dr. Elke Papelitzky

    Im Jahr 1717 erließ der Kangxi-Kaiser ein Gesetz, das es chinesischen Händlern untersagte, in Südostasien Handel zu treiben. Kangxi befürchtete unter anderem, dass zu viel Reis und Materialien für den Schiffsbau dorthin exportiert wurden, so dass die Vorräte im Qing-Reich nicht reichen würden. Das Gesetz war bei seinen Beamten nicht besonders beliebt, aber niemand traute sich, das Gesetz und somit den Kaiser direkt zu kritisieren.

    Zu eben dieser Zeit wurde in Südchina eine Karte von Südostasien angefertigt, die nicht nur die Küstenlinien der Region zeigte, sondern auch Beschreibungen der Exportgüter der jeweiligen südostasiatischen Länder sowie Darstellungen von Seerouten zwischen China und der Region enthielt. Kurz nachdem Kangxi das Seehandelsverbot erlassen hatte, überreichte der Seekommandant von Fujian, Shi Shipiao, diese Karte an den Kaiser. Die Darstellungen auf der Karte stellten eine direkte Antwort auf Kangxis Begründung für das Seeverbot dar. Shi Shipiao beabsichtigte, dass der Kaiser von selbst merkte, dass seine Gründe für das Handelsverbot haltlos waren, und er das Gesetz somit wieder zurücknehmen sollte.

    Elke Papelitzky promovierte an der Universität Salzburg und arbeitete im Anschluss als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der NYU Shanghai. Derzeit ist sie an der KU Leuven als Projektmitarbeiterin für das ERC Project Transpacific tätig. Sie forscht zur Wissenschafts- und Wissensgeschichte Chinas und Japans und interessiert sich vor allem für die Geschichte der Kartografie und die Seefahrtsgeschichte der frühen Neuzeit. 2020 erschien ihre Monographie Writing World History in Late Ming China and the Perception of Maritime Asia im Harrassowitz Verlag.

    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_LXEtbheuQnW45JLIOeDMEA

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    Die „Maritime Seidenstraße“ und Chinas Inselwelt: ein Streifzug durch Geographie, Geschichte und Politik
    26.04.2021   I   Prof. Dr. Roderich Ptak

    Für gewöhnlich stellt man sich China als Landmacht vor. Doch China hat eine lange Küste, und vor dieser liegen – neben den großen Inseln Hainan und Taiwan – unzählige kleine Eilande und Archipele, über deren Geschichte hierzulande wenig bekannt ist. Welche Funktionen hatten letztere in historischer Zeit? Wie können wir ihre Rollen beschreiben oder gar typologisieren? Und wie lassen sich Chinas Inseln, die sie umgebenden Meeresteile sowie benachbarte Häfen und Buchten mit der Maritimen Seidenstraße verknüpfen? Auch auf die vielen Atolle und Riffe, die in größerer Entfernung vor der Küste liegen, wird der Vortrag eingehen. Gemeint sind vor allem die Eilande im Südchinesischen Meer.

    Roderich Ptak studierte Sinologie in Heidelberg und China sowie Volkswirtschaft in Kanada. In Heidelberg erfolgten Promotion und Habilitation im Fach Sinologie. Es folgten Professuren in Heidelberg und Germersheim (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), ein Heisenberg-Stipendium, sowie kurze Dozenturen in Paris, Lissabon, Macau. Seit 1994 ist er Inhaber des sinologischen Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er kann zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zur maritimen Geschichte Chinas, zu Macau,  chinesischer Literatur und zu Tieren in alten chinesischen Texten vorweisen.

    Zur Anmeldung: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_rsuIcbB1SqyCrMHvSCta5A

     

    Faltblatt Vortragsreihe

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