10.04.2019 09:00 - 28.06.2019 18:00 | Nürnberg | Ausstellungen

Tuschespuren in der Leere

Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen zeigt gemeinsam mit der Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen eine Auswahl aus der Privatsammlung Gebhard, erweitert durch Arbeiten der Maler René Böll und Thorsten Schirmer. Die drei Komponenten der Ausstellung vermitteln vielgestaltig die kulturellen und kunsthistorischen Besonderheiten der Chan-Malerei. Die Ausstellung wird mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Nürnberg vom 10. April bis 28. Juni in deren Ausstellungsräumen in der Lorenzer Straße 2 ausgerichtet. Als Rahmenprogramm werden verschiedene Führungen, Vorträge und ein Workshop angeboten.

Der emeritierte Germanistikprofessor Walter Gebhard hat in langjähriger Auseinandersetzung mit asiatischer Kunst eine Sammlung entstehen lassen, die auf höchstem Niveau chinesische und japanische Kunstwerke aus dem 16. bis ins 20. Jahrhundert vereint. Sein intellektueller Ansatz und das feine Gespür für Ästhetik hat Werke zusammengebracht, wie sie in nur wenigen Museen in Deutschland gezeigt werden können. Die Sammlung Gebhard vermittelt eine einmalige kunsthistorische Perspektive auf die kulturellen Verflechtungen zwischen China und Japan. Auf Hängerollen und zarten Fächern und in Malereien entfalten sich vielfältige klassische Motive, wie Landschaften, Vögel und Blumen.

Thorsten Schirmer wurde 1969 in Hannover geboren. Er arbeitet seit 1984 im Stil der klassischen Chan-Malerei, die er sich rein autodidaktisch angeeignet hat. Auf das traditionelle Landschaftsthema im Chan-Stil der „Verschütteten Tusche“ spezialisiert, gestaltet er seine Werke seit 1996 nur mit den Fingern und schwarzer Tusche. Thorsten Schirmer ist Professor an der Kunsthochschule der chinesischen West Anhui Universität.

René Böll wurde 1948 in Köln geboren. Als Maler ist er in seiner Arbeit stark beeinflusst durch östliche Philosophie. Die Tuschmalereien René Bölls schöpfen ihre Inspiration aus dem kalligraphischen Erbe Ostasiens. Der spontane, breit angesetzte Pinselzug, wie wir ihn vor allem in den Werken der hier vorgestellten chinesischen und japanischen Chan-Meister bewundern dürfen, ist sein bevorzugtes Stilmittel. Seine zumeist monochromen Werke sind figürlich-abstrakt und von hoher Expressivität.

Die Ausstellung „Tuschespuren in der Leere“ führt die lange asiatische Tradition der Chan-Malerei weiter bis in die Jetztzeit und zeigt, wie sie dabei auch im Westen Früchte trägt.

 

Laufzeit: 10. April - 28. Juni 2019

Öffnungszeiten: montags – freitags, 9 – 18 Uhr (an Feiertagen geschlossen)

Ort: Ausstellungsraum Sparkasse Nürnberg (im Untergeschoß des Immobiliencenters), Lorenzer Straße 2, 90402 Nürnberg

Eintritt: frei

 

PROGRAMM:

FR, 12.04.2019, 13 Uhr
Führung des Sammlers Prof. Dr. Walter Gebhard

DI, 07.05.2019, 16 Uhr
Führung durch die Ausstellung mit Nora Gantert, Kunstbereichsleiterin des Konfuzius-Instituts

FR, 07.06.2019, 17:30 - 19:00 Uhr
Vortrag von Thorsten Schirmer: „Tuschespuren in der Leere - Eine Einführung in die Chan-Malerei“

FR, 07.06.2019, 19:00 - 20:30 Uhr
Workshop von Se Schirmer-Wang: „Chan-Meditation für Achtsamkeit und Stressabbau: Eine praktische Einführung“ 

Wir bitten um Anmeldung für diesen Workshop (E-Mail an kunstraum@konfuzius-institut.de).

DO, 13.06.2019, 13 Uhr
Führung des Sammlers Prof. Dr. Walter Gebhard

MI, 26.06.2019, 16 Uhr        
Führung durch die Ausstellung mit Nora Gantert, Kunstbereichsleiterin des Konfuzius-Instituts

 

Ein Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, in Kooperation mit der Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen, gefördert durch die Sparkasse Nürnberg.

 

© Bilder:

1.  Qiandai Xinan, Bodhidharma in roter Robe, um 1672, Sammlung Walter Gebhard

2.  Thorsten Schirmer, Der Weg, 2006

3.  René Böll, Empedokles-Serie, 2009

4.  Gaoquan Xingdun, Lotospflanzen, 17. Jhd., Sammlung Walter Gebhard