27.02.2019 19:00 - 20:30 | Nürnberg | Vorträge und Lesungen

„China im Licht der deutschen Medien“ – Vortrag von Dieter Soika

Die Medien befinden sich in einer tiefen Krise. Die Auflagen gehen massiv zurück, die Werbeeinnahmen brechen weg. Die Folgen sind Sparprogramme, Stellenabbau, Schließung ganzer Redaktionen und Druckstandorte, Auslagerung an Freie und Fusionen. Dazu ein Vertrauensverlust und eine beschädigte Glaubwürdigkeit. Was bedeutet diese Entwicklung für den Journalismus? Wie steht es vor allem um die Auslandsberichterstattung, beispielsweise über China?

Auf diese Fragen versucht der Vortrag des Journalisten Dieter Soika am 27. Februar 2019 im Konfuzius-Institut in Nürnberg Antworten zu geben. Denn was die Medien vermitteln, ist prägend für gesellschaftliche Vorstellungen von anderen Regionen, vor allem wenn diese geografisch weit entfernt und deshalb persönlich schwer greifbar sind. Mediale Berichterstattung kann so schnell Freund- oder Feindbilder erzeugen. 

Dieter Soika ist Journalist und Unternehmer. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bereits Mitte der 1960er Jahre bei Zeitungen wie der Westdeutschen Allgemeinen (WAZ). Nach Zeitungsvolontariat und Studium (Publizistik, Soziologie, Volkskunde) war er Redakteur der Rheinischen Post in Düsseldorf und der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) in Essen. Ab 1981 leitete er 27 Jahre lang als Chefredakteur drei Regionalzeitungen: Mittelbadische Presse in Offenburg, Westfalenpost in Hagen und Freie Presse in Chemnitz, die zu seiner Zeit mit 400.000 Exemplaren Auflage und rund einer Million Lesern die größte ostdeutsche Zeitung war. 

2008 gründete Dieter Soika ein Unternehmen, das sich mit Compliance und Krisenkommunikation beschäftigt, und Unternehmen weltweit bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität wie Korruption, Betrug, Untreue, Insolvenzdelikten sowie Produkt- und Markenpiraterie unterstützt. 

 

Zeit: Mittwoch, 27. Februar 2019, 19:00 Uhr

Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, Virchowstraße 23, 90409 Nürnberg

Eintritt: frei