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  • 03.03.2019 - 15.03.2019 ganztägig

    China-Exkursion 2019 der Sinologie der FAU

    Auch dieses Jahr durften zehn Studierende der Sinologie zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen (Anne Schmiedl und Renée Krusche) vom 03. bis 15.03.2019 Chinaluft schnuppern. Die nun schon fünfte Exkursion der Sinologie der Friedrich-Alexander-Universität wurde wie bereits in der Vergangenheit durch das Konfuzius Institut Nürnberg-Erlangen großzügig unterstützt, was ein vielfältiges Programm ermöglichte. Die Reise stand in diesem Jahr unter dem Motto "Guangdong, Hong Kong, Macao: Die Geschichte des Perlflussdeltas". 

    Der erste Stopp führte die Exkursionsteilnehmer/innen nach Guangzhou und auf die Spuren des kaiserzeitlichen Südchinas. Neben dem Zhenhai-Tower und dem Banyan Baum-Tempel wurde auch das Mausoleum des Nanyue Königs Zhao Mo besucht, das die südchinesischen Grabriten, aber auch die politischen Konflikte zur Zeit der Han-Dynastie eindrucksvoll ausstellte. Neben dem Schwerpunkt auf der Geschichte des kaiserzeitlichen Chinas und der Region Guangzhou, besuchte die Gruppe ebenfalls Stätten der modernen Geschichtsschreibung, etwa die Sun Yat-Sen Gedenkhalle, deren Äquivalent von einigen Teilnehmenden bereits in Taiwan besucht worden war.

    Die zweite Station der Reise war die Stadt Shenzhen. Als Partnerstadt der Metropolregion Nürnberg war Shenzhen vor allem wegen seiner wirtschaftlichen und technischen Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert für alle Teilnehmenden von großem Interesse. Ein Ort innerhalb dieser modernen Stadt, der besonders beindruckte, war die Shenzhen Book City, Chinas größter Buchmarkt. Hier wurde den Studierenden vor Augen geführt, wie groß der Buchmarkt Chinas wirklich ist und sie bekamen die Möglichkeit sich in einer chinesischen Buchhandlung umzusehen, was besonders für die bereits fortgeschrittenen Lernenden von Nutzen war. Neben diesem Ausflug besuchten die Exkursionsteilnehmer/innen auch das alte Ming-Fort Dapeng, östlich der Stadt gelegen, wo die noch vollkommen erhaltene Fortstruktur Einblicke in Kämpfe gegen Piraten und Eindringlinge lieferte.

    Der letzte Stopp auf dieser Reise führte die Gruppe nach Hongkong, wo besonders die Themen Kolonialzeit und Religion im Vordergrund standen. Neben einem Spaziergang über den Victoria Peak und einer Fahrt mit der historischen Peak Tram, wurden in Hongkong auch der Wong Tai Sin Tempel und auf Lantau-Island der Große Buddha besucht. Ein Tagesausflug nach Macao stand ebenfalls auf dem Programm und vergegenwärtigte das Ausmaß der dortigen Glücksspielindustrie, sowie die Erinnerungskultur der portugiesischen Kolonialzeit. All diese Reiseziele wurden von den Studierenden mit kleinen Vorträgen ergänzt, die im Umfang von zwei verschiedenen Lehrveranstaltungen im vorangegangenen Semester bereits erarbeitet worden waren. Dies ermöglichte eine thematische Einführung zu den einzelnen Orten.

    An der City University of Hong Kong wurde die Exkursionsgruppe schließlich von Prof. Chan Hok Yin und Prof. Hon Tze-ki vom Department of Chinese and History empfangen. Es fand ein Austausch zwischen den Studierenden des Departments und den TeilnehmerInnen der Exkursion statt. Gleichzeitig befanden sich die Direktorin des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Frau Dr. Xu-Lackner, und Herr Prof. Dr. Lackner von der Erlanger Sinologie ebenfalls in Hongkong und besuchten den Austausch der Studierenden.

    Am letzten Tag bekamen alle Teilnehmer/innen schließlich noch die Möglichkeit eine chinesische Universitätsbibliothek zu besuchen und erste Recherchen vor Ort durchzuführen. Das Service Center für Chinastudien an der Chinese University of Hong Kong ermöglicht allen Wissenschaftler/innen Zugang zu seinem Material. Die Studierenden hatten bereits im Vorfeld einige Forschungsfragen vorbereitet, die sie während des dreistündigen Aufenthalts in der Bibliothek zu bearbeiten begannen.

    Auch die fünfte Exkursion der Sinologie der FAU war ein Erfolg und verhalf den Teilnehmer/innen zu einem besseren Verständnis und tieferen Eindruck von China, sodass bereits während der Reise rege Unterhaltungen über potentielle Auslandssemester oder gar einem kompletten Studium in China geführt wurden.

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