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  • 28.11.2018 17:00 - 29.11.2018 21:30 | Nürnberg | Erlangen

    Eröffnung des 5. Chinesischen Filmfestivals in Erlangen und Nürnberg

    Vom 28.11. bis 02.12.2018 veranstaltete das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen das 5. Chinesische Filmfestival, das in diesem Jahr unter dem Motto „CHINA OUTDOOR“ stand. Das Festival war eines der ersten Filmfestivals weltweit, welches spezifisch das Thema Outdoor-Sport in China behandelte.  Das Festival zeigte Chinas wilde Seite und gab Einblick in eine weitere Trendwende in China. 

    Das erwachende Interesse der chinesischen Bevölkerung an Outdoor-Sport sowie die Umdeutung von Natur hin zum Freizeitraum geht Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sie ist ein Zeichen des wachsenden Wohlstands in China und wird auch durch die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gefördert. Doch auch die Teile der chinesischen Bevölkerung kamen zu Wort, die sich solch zeit- und geldintensive Sportarten nicht leisten können, sondern ganz im Gegenteil, mit körperlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt gerade so bestreiten. 

    Insgesamt fünf Dokumentarfilme, zwei Spielfilme und 14 Kurzfilme wurden an den fünf Festivaltagen in den Lamm-Lichtspielen in Erlangen und im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg gezeigt. Als besonderes Highlight gab es in Zusammenarbeit mit dem Mobilen Kino Nürnberg ein Screening von Kletter-Kurzfilmen in der Boulderhalle E4, das zahlreiche Kletterfans anzog. 

    Am 28.11. wurde das 5. Chinesische Filmfestival CHINA OUTDOOR mit einem Empfang im Palais Stutterheim in Erlangen eröffnet. Nach der Begrüßung von Dr. Yan Xu-Lackner und einem Grußwort der Erlanger Stadträtin Birgit Hartwig gab es eine wissenschaftliche Einführung in das Thema: Prof. Dr. Markus Kurscheidt, Lehrstuhlinhaber Sport Governance und Eventmanagement am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth  gehört zu den wenigen Experten weltweit, die das Thema Sport in China wissenschaftlich untersuchen. In seinem Vortrag „Outdoor und Action Sports im China der Postmoderne“ gab er einen kurzen Überblick über die Sportlandschaft in China und zeigte, mit welchen Themen er sich in diesem noch sehr jungen Forschungsbereich beschäftigt. Nach einem gesunden „grünen“ Büffet ging es im Anschluss in den Lamm-Lichtspielen weiter mit dem Eröffnungsfilm „Bazaar Jumpers“. In dem Dokumentarfilm des mehrfach preisgekrönten Regisseurs Hao Zhiqiang setzen zwei junge uigurische Parkour-Sportler alles daran, aus ihrer Heimat Xinjiang in das weit entfernte Peking reisen zu können um dort an einem großen Parkour-Wettbewerb teilnehmen zu können. Hao Zhiqiang war selbst zu Gast in Erlangen und Nürnberg und beantwortete nach dem Film die Fragen der Zuschauer.

    Der Auftakt des Filmfestivals in Nürnberg erfolgte einen Tag später: Am 29.11. waren zahlreiche Zuschauer ins Casablanca Filmkunsttheater gekommen, um den Eröffnungsfilm „Bazaar Jumpers“ zu sehen, der auch an diesem Abend von einem Filmgespräch mit dem Regisseur Hao Zhiqiang begleitet wurde. Vor dem Film begrüßten Dr. Yan Xu-Lackner und Katharina Steiger, die Projektleiterin des Filmfestivals am Konfuzius-Institut, sowie Matthias Damm vom Casablanca die Gäste. Passend zum Thema Outdoor-Sport sprach auch der Nürnberger „Sport-Bürgermeister“ Dr. Klemens Gsell ein Grußwort.   

    Seit 2010 veranstaltet das Konfuzius-Institut alle zwei Jahre ein chinesisches Filmfestival, das einen ungewöhnlichen Einblick in die Arbeiten von bekannten und aufstrebenden chinesischen Filmemachern und damit in die unmittelbare Gegenwart Chinas gibt.

    Das Festival 2018 wurde unterstützt von der Kulturförderung der Stadt Erlangen, Casa e.V., Das Lamm muss laufen!, Mobiles Kino Nürnberg und Curt Magazin. Zum Filmfestival erschien auch ein Begleitheft mit spannenden Hintergrundinformationen zum Thema Outdoor-Sport in China sowie zu den Filmen und Regisseuren.  

     

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