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  • 22.09.2018 12:00 - 20:15 | Nürnberg | Vorträge und Lesungen

    Chinesische Kultur, Tee und Seidenstraße zum Tag der Konfuzius-Institute

    Bereits zum vierten Mal schlüpfte das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen in diesem Jahr in die Rolle eines „Stadt(ver)führers“. Mit einem abwechslungsreichen Programm beteiligten wir uns am 22. September an Deutschlands größtem Führungsmarathon, den Nürnberger „Stadt(ver)führungen“, die dieses Jahr unter dem Motto „Visionen“ standen. Auf dem Programm standen kulturelle, kulinarische, wirtschaftliche und politische Visionen rund um China. Gleichzeitig feierten wir an diesem Tag auch den alljährlich stattfinden Tag der Konfuzius-Institute.

    Los ging es mit einem Schnupperkurs zur chinesischen Sprache, gefolgt von einer Einführung in die chinesische Kalligraphie, bei der auch Schriftzeichen rund um das Motto „Visionen“ aufs Papier gebracht wurden. Im Malerei-Workshop konnten die zahlreichen Besucher kleine chinesische Papierschirme mit phantasievollen Motiven aus dem chinesischen Kulturraum bemalen und als Deko für Zuhause mitnehmen.

    Am Nachmittag erlebten die Gäste eine kleine Reise nach China, die Heimat des Tees. Die Tee-Sommelière und Chinakennerin Sabine H. Weber-Loewe entführte die Besucher in die Welt der chinesischen Teekultur und erzählte viel Wissenswertes über die Geschichte des Tees, die verschiedenen Teesorten, die in China angebaut werden, die Herstellung und richtige Zubereitung sowie die gesundheitlichen Aspekte des Tees. Natürlich durfte am Ende eine kleine Teeverkostung nicht fehlen. Auch bei der anschließenden Teezeremonie waren sehr viele Neugierige gekommen und verfolgten interessiert, was die Unterschiede zwischen den einzelnen Teesorten sind und wie diese jeweils optimal zubereitet werden.

    Am Abend war das Thema dann eine ganz andere Vision Chinas: die Neue Seidenstraße. Mit der „Neuen Seidenstraße-Initiative“ – auch unter den Namen „One Belt, One Road“ oder „Belt and Road“ bekannt – will die chinesische Regierung die engere Zusammenarbeit zwischen Asien und der Welt fördern. Sie umfasst den Aufbau eines interkontinentalen Infrastrukturnetzes, aber auch den Dialog zwischen den Kulturen. Das Konfuzius-Institut hatte eine der bekanntesten deutschen Kennerinnen dieses Themengebietes zum Vortrag eingeladen: Dr. Margot Schüller, Associate des GIGA Instituts für Asien-Studien in Hamburg, eines der führenden europäischen Institute der Asienforschung. Ihre Forschungsthemen umfassen Chinas Industriepolitik, insbesondere die innovationsorientierte Neuausrichtung des chinesischen Wirtschaftsmodells und die Globalisierung chinesischer Unternehmen. Sie informierte die Gäste in einem kurzweiligen Vortrag über die wirtschaftlichen und politischen Dimensionen dieses ambitionierten Mammutprojekts und seine besondere Bedeutung für Europa.

    Zum Abschluss wurde noch die TV-Dokumentation „Chinas Macht auf dem Meer“ gezeigt, die Chinas große Pläne für den Seehandel dokumentierte. 


    Programmheft Stadt(ver)führungen

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