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  • 31.05.2018 21:30 - 22:45 | Erlangen

    Comic Film Fest: Foggy Island 雾岛

    Animationsfilme von zeitgenössischen Künstler* innen aus China zum Comic-Salon

    Kuratiert von Nora Gantert (Konfuzius-Institut) und Cao Kai (CIFF)

    Computeranimationen, handgezeichnete Bilder, Stop-Motion, Collagen: So unterschiedlich die Techniken, so unterschiedlichdie Geschichten, und doch verdichten sich die 13 Kurzfilme zu einem eindrucksvollen Narrativ zwischen Natur, Kunst und Künstlichkeit. Die Filme sprechen von einer tiefen Emotionalität und innerlichen Welt, die im starken Kontrast zur technologisierten Lebensrealität steht. Äußere Formen sind instabil, Gewissheiten werden nicht gegeben, Menschen verwandeln sich in Tiere und andersherum. Die Wechselwirkung zwischen Mensch und Natur, vermenschlichter Natur und entmenschlichten Städten wird in verschiedenen Metaphern behandelt. Die Filme zeigen äußerst elaborierte künstlerische Arbeiten und geben einen Einblick in eine sehr aktive künstlerische Szene, die das handwerkliche der Zeichnung mit der Digitalisierung verbindet und Animation zu einem wichtigen Bereich der zeitgenössischen Kunst gemacht hat.

     

    Zeit: Donnerstag, 31.05.2018, 21:30 Uhr
    Veranstaltungsort: Lamm-Lichtspiele, Hauptstraße 86, 91054 Erlangen
    Eintritt: 9,– Euro; mit Comic-Salon-Ticket (Dauerkarte/Tageskarte): 7,– Euro 

    Neben dem kuratierten Kurzfilmprogramm nimmt das Konfuzius-Institut auch mit einem Messestand und einer Podiumsdiskussion am Comic-Salon teil. 

     

    FILMPROGRAMM:

     

    Cao Shu 曹澍, "One Minute Art History"  "一分钟的艺术史"
    (2015) 1'27''

    "One Minute Art History" spult wie ein Daumenkino die globale Kunstgeschichte im Zeitraffer ab und zeigt dabei die Gleichzeitigkeit der Kunstrichtungen im globalen Kontext.


    Chai Mi 柴觅, "Bird's Dream"  "梦雀"
    (2014) 10'15"

    Die Künstlerin betrachtete Spatzen und Krähen, die wie sie sagt die einzigen Vogelarten sind, die in der Megacity Beijing geblieben sind – oder überlebt haben. Inspiriert durch diese Beobachtungen entstand der Film "Bird’s Dream".

    Gao Wenqian 高文謙, "The Peacock"  "孔雀"
    (2017) 3'50''

    Der Daoismus misst den Träumen eine große Bedeutung bei, da sie ohne das menschliche Zutun geschehen. Dieses Prinzip hat sich Gao für den Film "The Peacock" zur Devise gemacht.
    Shen Jie 沈杰, "Horse"  "马"
    (2013) 3'15''

    Ein Boxkampf zwischen zwei Pferden – oder sind es zwei Menschen? Oder zwei Menschen als Pferde verkleidet? Die Symbole der Metamorphose und der Domestizierung des Pferdes verschmelzen zu einem.


    Liu Haoge & Zhao Ruomei 劉豪格& 趙若眉, "Fish Tank"  "魚缸"
    (2016) 6'00''

    Die Künstler*innen verweben narrative Strukturen mit abstrakten – und wie sie es nennen – unbewussten Elementen. Mit dem Symbol des Fisches in einem Glasaquarium assoziieren die Künstler*innen Aspekte des menschlichen Lebens, in denen die Bewegung der Menschen und Objekte den Regeln und Gesetzen von Zeit und Raum unterworfen sind.

     

    Liu Yi 刘毅, "Origin of Species"  "天演论"
    (2013) 5'05"

    Darwin lässt grüßen: Der rein mit schwarzer Tusche gemalte animierte Film "Origin of Species" lässt in einem Strom der Metamorphosen und Verschmelzungen Tiere, den Menschen und die Natur in Eins zerfließen und lässt die vielfältigen Transformationsprozesse sichtbar werden.


    Zhong Su 钟甦, "Conjugal Bliss"  "花好月圆"
    (2014) 5'26"

    Apokalyptische Stadtszenerien verbindet Zhong Su mit Symboliken und Gegenständen aus dem chinesischen Alltag.

    Yue Ming 岳明, "Stone and Moss"  "石与苔"
    (2016) 6'39"

    Der Film "Stone and Moss" der Künstlerin Yue Ming erzählt eine zarte Geschichte über Liebe und Zugehörigkeit in einer anonymen und kalten Welt.


    Liu Sha 刘莎, "It is my Fault"
    (2016) 4'50"

    In bunter Computerspieloptik und mit passendem Soundtrack zeigt Liu Sha, was passiert, wenn die Spiritualität aus dem Alltag verschwindet und der Mensch sich in einer technologisierten Welt verliert.

    Mehrfach ausgezeichneter Animationsfilm.
    Achtung: Dieser Film enthält starke Lichtreflexe, die bei Personen mit Epilepsie zu photosensitiven epileptischen Anfällen führen können. Diesen Personen wird von der Teilnahme am Filmprogramm abgeraten.


    Xue Feng 薛峰, "The Rule"  "饭桌上的规矩"
    (2012) 8'11"

    Die Hackordnung im Hühnerhof bestimmt der Hahn, die Maiskörner rollen goldgelb vor den Schnäbeln der Hühner. Das Gleichgewicht aber ist fragil…


    Sun Xin 孙欣, "To be a Tree"  "如果"
    (2017) 6'13" PREMIERE

    Durch Metaphern setzt sich der Film "To be a Tree" mit den Bedürfnissen und Hoffnungen der Menschen und der Suche nach dem Sinn des Lebens auseinander. "To be a Tree" wird auf dem Comic-Salon das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

    Zhu Yantong 朱彦潼, "My Milk Cup Cow"  "杯子里的小牛"
    (2014) 11'03"

    Nunu lebt alleine mit ihrem Vater. Um das Kind zum Trinken der Milch zu überreden, aber auch um sich um die Mietzahlung zu drücken, erzählt der Vater allerlei Lügenmärchen. Nunu glaubt dem Vater, zumindest für eine Weile.

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    Bild: © Xu Wenran, My little world #2, 2015

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