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  • 19.11.2015 18:00 - 00:00 | Vorträge und Lesungen | Erlangen

    Der chinesische Traum – damals und heute

    Als Teil der Vortragsreihe "Abschied von der Revolution? – Neue Forschungsansätze zur modernen Geschichte Chinas" gab Professor Dr. Stefan R. Landsberger von der Universität Amsterdam am 19. November 2015 einen Einblick in seine wissenschaftliche Arbeit. Die gemeinsame Vortragsreihe des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen und der Sinologie der Friedrich-Alexander-Universität beschäftigt sich mit neuen Forschungsansätzen zur chinesischen Zeitgeschichte. In seinem Vortrag „Chinese Dreams Past and Present" zeigte Prof. Dr. Stefan R. Landsberger anhand von chinesischen Propagandapostern aus verschiedenen Jahrzehnten die unterschiedlichen Bedeutungsräume des „chinesischen Traums" auf.

    Nach der Gründung der Volksrepublik China trat der Begriff „chinesischer Traum" zum ersten Mal auf. Damals wurde damit die Hoffnung auf ein schöneres zukünftiges Leben bezeichnet. Die Reformen und Öffnungspolitik Chinas nach der Kulturrevolution brachten enorme Veränderungen mit sich, auch bei der Bedeutung des „chinesischen Traums". Während der Olympischen Spiele 2008 in Peking lautete das offizielle Motto der Spiele "One World, one Dream". Später erhob Präsident Xi Jinping den „chinesischen Traum" zu einem offiziellen Begriff. Der „chinesische Traum" wurde zum geflügelten Wort und Poster mit den unterschiedlichsten Facetten und Interpretationen zieren seitdem die Plakatwände ganz Chinas.

    Stefan R. Landsberger hat den Olfert Dapper Lehrstuhl für zeitgenössische chinesische Kultur an der Universität Amsterdam inne und ist Privatdozent für Zeitgeschichte und Gesellschaftsentwicklung Chinas am Fachbereich für Asienstudien des Instituts für Regionalstudien an der Universität Leiden. Landsberger besitzt eine der größten Privatsammlungen chinesischer Propagandaposter weltweit. Seine Veröffentlichungen zu chinesischer Propaganda sind zahlreich und er unterhält eine Webseite, die sich ausnahmslos mit dieser Form politischer Kommunikation beschäftigt (http://chineseposters.net).


    Teil der Vorlesungsreihe "Abschied von der Revolution? – Neue Forschungsansätze zur modernen Geschichte Chinas"

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