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  • 20.03.2014 00:00 - 00:00 | Ausstellungen

    Vortrag „Die chinesische Seidenstraße"

    Am 20. März 2014 hielt der Sinologe und Mainzer Universitätsprofessor Prof. Dr. Peter Kupfer auf Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen und des Club International an der VHS Erlangen seinen zweiten und abschließenden Vortrag  zur „Chinesischen Seidenstraße". Nachdem Kupfer bereits im November 2009 in einem ersten Vortrag von seiner abenteuerlichen Reise von Deutschland entlang der Seidenstraße u.a. durch die Türkei und den Iran nach China erzählte, ging dieser Bericht um die von Hongkong startende Reise in der entgegengesetzten Richtung entlang der Seidenstraße bis zum Endpunkt der früheren Reise.

    Ungefähr 50 Personen erlebten einen reich bebilderten Vortrag über die Höhepunkte des Seidenstraßen-Projekts, das 2012 mit zahlreichen Exkursionen durch 14 chinesische Provinzen und Autonome Regionen und 17.000 km über Land von Süd- und Zentralchina aus bis nach Gansu, Qinghai und Xinjiang führte. Eingegangen wurde auf die unterschiedlichen Völker, Kulturen, Religionen sowie Zeugnisse vergangener Zivilisationen entlang des chinesischen Teils dieses eurasischen Wegenetzes mit Beleuchtung der jeweiligen historischen Hintergründe, wechselseitigen Einflüsse und aktuellen Bezüge. Unter anderem wurden rund um die Wüste Taklamakan auf den Spuren von Entdeckern und Pilgern Siedlungen, Gräber, Grottenanlagen, Tempel und Klöster längst vergangener Epochen besucht. Bilder zahlreicher Spuren und Reliquien verschiedener Dynastien gaben den Zuschauern einen Vorgeschmack  auf die Seidenstraße und hinterließen einen tiefen Eindruck.

    Die Seidenstraße, die bereits in der Antike die Hauptroute der Karawanen insbesondere von Kaufleuten war, ist nicht nur ein wichtiger Teil der chinesischen Kultur und Gesellschaftsentwicklung, sondern hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf andere Länder Asiens und Europas. Doch im Laufe der Zeit verlor sie an Bedeutung und geriet allmählich in Vergessenheit. Mit dem Vortrag zeichnete Kupfer nicht nur ein lebendiges Bild von der alten, geschäftigen Seidenstraße, sondern zeigte auch das heutige Aussehen des über die Jahrhunderte veränderten Gesichts der historischen Stätten.

    Im Anschluss an den über zweistündigen, äußerst kurzweiligen Vortrag blieb noch Zeit für das Publikum Fragen zu stellen und über einzelne Aspekte zu diskutieren.

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