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  • 26.10.2012 00:00 - 03.11.2012 23:59

    Deutsche Gymnasialrektoren besuchen Hangzhou und Shanghai

    Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen organisierte 2010 den ersten Besuch einer Delegation deutscher Gymnasialrektoren in Peking. Bereits 2011 boten fünf der deutschen Gymnasien Chinesisch-Unterricht an. Da die Reise solch großen Anklang gefunden hatte, organisierte das Konfuzius-Institut 2012 eine weitere Delegation, diesmal nach Hangzhou und Shanghai.

    Diesmal kamen die Schulleiter aus ganz Mittelfranken und Oberbayern. In der Mehrzahl waren es Erlanger Gymnasien, aber auch Gymnasien aus Nürnberg, München und Erding haben dieses Jahr die Gelegenheit ergriffen, sich mit chinesischen Kollegen auszutauschen. Mit von der Partie war außerdem das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde Erlangen und auch eine Realschule, nämlich die Leopold-Ullstein Realschule Fürth. Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen hat als Kooperationspartner des Konfuzius-Instituts die Verbindung zur Hanns-Seidel-Stiftung hergestellt, von der das Projekt auch gefördert wurde. Unterstützt wurde die Reise außerdem durch das Zentrum für Lehrerfortbildung Shanghai und das Zentrum für Lehrerfortbildung der Provinz Zhejiang. Delegationsleiter war Herr Ltd. OStD Leisgang, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien im Regierungsbezirk Mittelfranken.


    Die ersten drei Tage verbrachte die Gruppe in Hangzhou, der südwestlich von Shanghai gelegenen Hauptstadt der Provinz Zhejiang. Besucht wurden eine Grundschule und zwei Mittelschulen. Darunter war auch die traditionsträchtige Gaoji Middle School, auf der die Schulleiter dem Mathematik-, Englisch-, Musik- und Kunstunterricht beiwohnten und sich den Handwerksraum der Schule ansahen, in welchem den Schülern Drehbänke und Werkzeuge zur Verfügung stehen, auf denen sie selbst Holz- und Metallarbeiten anfertigen können. Der Lehrplan dieser Schule sieht vor, dass Schüler ein Drittel ihrer Fächer selbst wählen. Dies bedeutet einerseits ein hohes Maß an Freiheit für die Schüler, stellt andererseits aber eine große Herausforderung für das Lehrpersonal dar.

    Außerdem fand in Hangzhou ein Symposium zur Lehrerfortbildung statt, mit Schwerpunkt auf Lehrplanreformen. Dabei stellte der Stellvertretende Leiter der Bildungsabteilung der Provinz Zhejiang die laufenden Reformen vor sowie Zhejiangs Modellcharakter in der Bildungspolitik, da hier erste Reformen getestet werden, die schließlich in ganz China durchgeführt werden könnten. Frau Katharina Schlamp von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen stellte zum Vergleich laufende Lehrplanreformen in Deutschland vor. Es folgte ein lebhafter Austausch zwischen chinesischen und deutschen Symposiumsteilnehmern. Der zweite Teil der Reise ging nach Shanghai. Dort wurden zwei weitere Gymnasien besucht sowie die Shanghai Normal University, in der das Shanghai Lehrerfortbildungszentrum das zwölfte deutsch-chinesische Bildungssymposium abhielt, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Lehrerfortbildung“.


    Trotz des anstrengenden Programms hatte die Delegation immer wieder auch Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten von Hangzhou und Shanghai zu bewundern.

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