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  • 31.07.2010 00:00 - 11.08.2010 23:59

    Summercamp nach Shanghai und in die Provinz Anhui

    Je stärker Chinas Wirtschaft wächst, desto häufiger hört man auch in Deutschland von diesem faszinierenden, fast mystisch erscheinenden „Reich der Mitte“, macht sich so seine eigenen Gedanken und fragt sich insgeheim, was es mit diesem Land wohl tatsächlich auf sich hat. Auch den Jugendlichen bleiben diese Veränderungen nicht verborgen und so stellen sie sich ihre ganz eigenen Fragen: 
    Wie leben Chinesen? Und was essen sie? Was spielen chinesische Kinder gern? Wie sieht es in einer chinesischen Schule aus und wie unterscheiden sich Gleichaltrige dort von uns? Wie kann man eine Schrift, die aus abertausenden von Zeichen besteht, nur erlernen? Kann man diese Sprache auch als Europäer erlernen? Wie fühlt es sich an, in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt unterwegs zu sein?

    Diesen Fragen auf Grund zu gehen konnten Jugendliche aus der Region dieses Jahr. Das Sommercamp des Konfuzius-Instituts bot ihnen auf eindrucksvolle Weise die Möglichkeit, China von verschiedenen Seiten zu betrachten und Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Zwischen dem 31. Juli bis 11. August flogen 14 Jugendliche aus der Region zuerst nach Shanghai und später nach Hefei in der Provinz Anhui zum Sommercamp.

    Zu Beginn der Reise standen drei Tage in einer der aufregendsten und größten Städte der Welt: Shanghai. Wunderbar betreut von Mitgliedern der Tongji-Universität konnten die Jugendlichen Einblicke in eine der großen Universitäten des Landes gewinnen. Besonders interessant wurde es in Verbindung mit einem Vortrag über das Hauptthema der Expo, den Städtebau im 21. Jahrhundert, da der Vortragende zum Planungskomitee der Expo gehörte und Einblicke in die Planung und Strategien geben konnte. 
    Schließlich stand der Besuch der Expo an – der bis dato größten und auch wohl teuersten Weltausstellung. Hohe Temperaturen und extreme Luftfeuchtigkeit machten allen zu schaffen, insbesondere da der Zeitplan sehr eng gestrickt war und Verschnaufpausen zwischen den Besuchen der einzelnen Pavillons kaum möglich waren. Nichts desto trotz war es ein einzigartiges Erlebnis. Besuche im deutschen, amerikanischen, australischen Pavillon und im Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate boten nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Länder und Kulturen sondern auch die unterschiedlichen Formen ihrer Darstellung. Kam der deutsche mit Präsentation physikalisch vorhandener Produkte daher, ergänzt von einer spannenden Unterhaltungsshow, setzten die anderen Länder ausschließlich auf multimediale Präsentationen, die den Geist und die Kultur des jeweiligen Landes beschworen - in jedem Falle aber eine Bereicherung für Auge und Ohr.

    Nächste Station war das gut 470 km entfernt gelegene „Städtchen“ Hefei, Hauptstadt der Provinz Anhui mit 5 Mio. Einwohnern. Zwar gilt Hefei nach chinesischen Maßstäben als klein, aber genau deshalb eignet es sich gut, die Entwicklungen der letzten Jahre nachzuvollziehen. Die Schüler wurden auf die Mittelschulen verteilt und hatten dort auch Chinesischunterrricht, Kalligraphie und etliche andere Aktivitäten. Ebenso waren zwei Fußballspiele Bestandteil der Aktivitäten. Highlights waren die Ausflüge nach Tunxi und Hongcun, zwei historische Ortschaften die alle unsere Schüler sehr beeindruckten. Anhui ist eine landschaftlich ausgesprochen reizvolle Provinz, in der sich viele der klassischen Geschichten und Sagen spiegeln. Die freundlichen Empfänge machten den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Die schöne und lehrreiche Zeit fand dann auch wieder ein Ende, und so flogen wir von Hefei nach Beijing und von dort aus zurück nach Frankfurt. In Nürnberg erwarteten uns dann die Eltern, die ihre Kinder doch recht vermisst hatten und voll Spannung auf deren Erzählungen warteten.

    Und so bleibt nur zu hoffen, dass sich auch 2011 wieder zahlreiche wagemutige Entdecker mit uns auf die Reise in dieses faszinierende „Reich der Mitte“ und die Suche nach Antworten auf so viele drängende Fragen wie „Essen die Chinesen nun wirklich Hunde oder nicht?“ begeben.

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