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  • 02.08.2010 00:00 - 04.08.2010 00:00 | Workshops

    Siemens Summer School 2010

    Isst man in China wirklich Hunde? Was für Musik hören Jugendliche in China? Gibt es da auch Hip Hop? Und warum schreibt man dort eigentlich mit so komischen Zeichen, und was hat es mit denen so auf sich? Diese und noch viel mehr Fragen waren in den drei Tagen vom 02.08.10 bis 04.08.10 bei der Siemens Summer School 2010 aufgekommen. 15 Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren fanden sich in den Räumlichkeiten des Konfuzius-Instituts in Erlangen zusammen, um sich drei Tage lang mit dem spannenden Land am anderen Ende der Welt auseinander zu setzen. Und das bunte Programm spannte da einen wirklich großen Bogen: von Kalligrafie über Kochkünste bis hin zu Kung-fu, Konfuzius und Knigge war eine ganze Menge vertreten!

    Nach einer kleinen Vorstellungsrunde zu Beginn am Montagmorgen ging es auch schon gleich ans Eingemachte: Die chinesische Schrift! Einerseits wo sie herkommt, andererseits aber auch wie man sie verwendet, und natürlich auch wie man sie schön schreibt, also mittels der Kalligrafie, die dann auch gleich von jedem eifrig ausprobiert wurde – und zwar mit dem neuen, ganz eigenen chinesischen Namen natürlich! Nach einer kurzen Mittagspause und einem kleinen Festmahl im örtlichen China-Lokal mit all seinen typisch chinesischen Facetten ging es dann daran, sich die Trägheit dan der vollgeschlagenen Bäuche wieder abzutrainieren, und wie ginge das besser als mit Kung-fu, der berühmten Ertüchtigung für Körper und Geist? Eine schweißtreibende Schnupperstunde brachte den begeisterten Kids die ersten Kniffe und Grundlagen dieser chinesischen Kampfkunst nahe, und das durch einen echten Shaolin Kung-fu Meister, der seine Schützlinge, wie es eben nur ein wahrer Meister kann, erst einmal gehörig durch die Sporthalle scheuchte. Den ersten Tag beschloss dann noch zur Entspannung nach der ganzen Körperarbeit ein wenig Kopfarbeit, die hier und da aber auch für rauchende Köpfe gesorgt haben mag: Die ersten Sätze und Unterhaltungen auf Chinesisch standen auf dem Programm!

    Der zweite Tag griff dann das kulinarische Spektakel vom Vortag auf: Das Motto des Vormittages war das facettenreiche chinesische Essen. Von einer Einführung in diese „Lebensphilosophie“ der Chinesen mit all ihren Skurrilitäten und Leckereien ausgehend ging es dann auch hier direkt in die Praxis: Gemeinsames Jiaozi-Kochen, also die berühmten mit Schweinefleisch und Chinakohl gefüllten Teigtaschen. Geschmeckt hat es ganz offensichtlich jedem, und gut genährt und voll neuer Kraft stand dann noch das Nachmittagsprogramm an: Chinesische Symbolik, Farbenlehre und Zahlensymbolik machten den Anfang, und eine Einführung in die Verhaltensweisen für den eigenen Chinaaufenthalt, also in welche Fettnäpfchen man am besten nicht treten sollte, fügte sich da nahtlos an. Nachdem es noch ein paar Infos zu den wichtigsten chinesischen Festen und ihren Bräuchen gab, sah man sich einmal genauer an, was die Gleichaltrigen am anderen Ende der Welt denn so alles treiben: Und da gab es was Musik, Schule und Hobbys angeht doch erstaunliche Parallelen, aber auch viel Fremdes und Unbekanntes – und die Frage ob es einen chinesischen Justin Bieber gibt ist wohl auch noch offen...

    Der dritte und letzte Tage der Summer School präsentierte dann noch einmal ein buntes China-Potpourri: Nach einer Vertiefung der schon gelernten Sprachkenntnisse ging es über die Eigenarten der berühmt-berüchtigten Pekingoper und leckere Frühlingsrollen vor allem auch darum, wie groß die Unterschiede zwischen China und Deutschland denn jetzt eigentlich wirklich sind: Und stolz ihre Kenntnisse der letzten drei Tage in die Diskussion mit einbringend wurde den jungen Teilnehmern der Summer School schnell klar: China ist überraschend anders und manchmal noch viel überraschender - ähnlicher als man denkt. Und auf jeden Fall mal eine Reise wert!

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