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  • 08.11.2008 00:00 - 09.11.2008 00:00

    Herbstkurs: Chinesische Kultur und Landeskunde

    Am 8. und 9. November 2008 organisierte das Konfuzius – Institut Erlangen Nürnberg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für das Hochbegabte Kind e.V. erneut eine Chinaschulung für hochbegabte Kinder. Teilgenommen haben vierzehn Kinder im Alter von sieben bis vierzehn Jahren.

    Sprache
    Jedes der Kinder erhielt zum Auftakt einen chinesischen Namen, dessen Übersetzung für viel Gelächter sorgte und so gleich zu Beginn des Kurses eine fröhliche Stimmung entstand. Um ihre Namen auch aussprechen zu können lernten die Kinder die Lautschrift der chinesischen Sprache Pinyin, was sie auch sogleich befähigte einige einfache chinesische Sätze zu lernen und eigenständig Dialoge vorzutragen.
    Mit Abstand am meisten Spaß hatten alle, als man zu den Pinseln griff und sich selbst an der hohen Kunst der Kalligraphie versuchte. Ob die Resultate optimale Beispiele für die Prinzipien der Kalligraphie sind, sei dahin gestellt. Kleine Kunstwerke wurden jedenfalls alle.
    Essen
    Um Verständnis für eine andere Kultur zu entwickeln, sollte man sich mit ihrer Küche vertraut machen. Und wie könnte man mehr über eine Küche lernen, als das Kochen selbst auszuprobieren? 
    So sollten auch die hochbegabten Kinder ihr Mittagessen am Samstag eigenständig zubereiten. Auf dem Menüplan standen Jiaozi (chinesische Teigtaschen) und wenn auch der dominante Essiggeschmack in der Soße dem europäischen Kindergaumen nicht recht mundete, so bereitete das Kneten des Nudelteiges, das Kleinhacken der Füllung und vor allem das Füllen der Teigtaschen allen große Freude. Den Herstellungsprozess von Anfang bis Ende mitzuverfolgen, um hierbei die Unterschiede zur deutschen Nahrungszubereitung beobachten zu können, begeisterte so sehr, dass so manches Kind das Rezept seinen Eltern zukommen lassen wollte.
    Auf den Geschmack kamen die Kinder umso mehr am nächsten Tag, als das Mittagsessen in einem chinesischen Restaurant eingenommen wurde, wobei hier bei der Zubereitung der Speisen der europäische Geschmack mit einbezogen wurde.
    Andere Länder, andere Sitten…
    Damit der Restaurantbesuch auch ganz im Sinne der chinesischen Mentalität ablief, bekamen die Schüler vorab eine Einführung in die chinesischen Tischmanieren und allgemeinen Verhaltensweisen. Für ein authentisches und differenziertes Chinabild sorgte die gegenüber stellende Vorstellung der Vielfalt an Gerichten vom Straßensnack bis hin zum Luxusmenü. Für Staunen sorgten hierbei Gerichte wie gekochte Seegurken und frittierte Käfer…
    Ein kultureller Vergleich zwischen Deutschland und China wurde anhand der Zahlen und Farbsymbolik aufgestellt. Deren Praxis sogleich am freien Gestalten einer Pekingopermaske erprobt wurde.
    Einen Einblick in die chinesische Mythologie bekamen die Kinder durch die Vorstellung der Thematik das Affenkönigs, welcher durch sein freches Gemüt viele neue Fans finden konnte.
    Fasziniert wurden die Kinder auch durch die geographische Gegenüberstellung Deutschlands und Chinas, in Bezug auf ihre Fläche, Bevölkerungszahlen, klimatischen Bedingungen, topologische Verhältnissen usw.
    Fazit
    Das Wochenendseminar war ein voller Erfolg. Sowohl die Teilnehmer als auch das Lehrpersonal hatten viel Spaß an der Sache und freuen sich auf ein weiteres Zusammenkommen im nächsten Herbst.

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