Chinesisches Filmfestival

Seit 2010 veranstaltet das Konfuzius-Institut alle zwei Jahre ein Filmfestival, das einen ungewöhnlichen Einblick in die Arbeiten von bekannten und noch relativ unbekannten jungen chinesischen Filmemachern und damit in die unmittelbare Gegenwart Chinas gibt. Die Dokumentar- und Spielfilme - und manchmal auch Filme mit einer Mischung aus beidem - sind zum Teil in deutscher Erstaufführung zu sehen.

5. Chinesisches Filmfestival 2018: "China Outdoor"

28. November - 2. Dezember 2018

 

Lange wurde Natur in China mit einem von der Entwicklung abgeschnittenen „Hinterland“ assoziiert oder man fand sie verklärt als Topos in klassischen Gedichten der Song- und Tang-Zeit. Die junge Entwicklung des Interesses der chinesischen Bevölkerung an Outdoor-Sport sowie die Umdeutung von Natur hin zum Freizeitraum geht Hand in Hand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Sie ist ein Zeichen des wachsenden Wohlstands in China und wird auch durch die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gefördert.

Das Festival zeigt Chinas wilde Seite mit atemberaubenden Landschaften und unkonventionellen Charakteren und gibt Einblick in eine weitere Trendwende in China. Ergänzt durch Filmeinführungen, Gespräche mit anwesenden Regisseuren sowie ein zum Festival erscheinendes Begleitheft wird das Thema von verschiedenen Seiten beleuchtet. Auch die Teile der chinesischen Bevölkerung kommen zu Wort, die sich solch zeit- und geldintensive Sportarten nicht leisten können, sondern ganz im Gegenteil, mit körperlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt gerade so bestreiten.

Zum zweiten Mal findet das Filmfestival nun in zwei Städten statt: Vom 28. November bis 2. Dezember 2018 zeigen wir Ihnen in den Lamm-Lichtspielen in Erlangen und im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg Filme aus Chinas klandestiner Outdoor-Szene. Am 30.11. werden Kletter-Kurzfilme in der Boulderhalle E4 in Nürnberg gezeigt.

Das Festival wird unterstützt von der Kulturförderung der Stadt Erlangen, Casa e.V., Das Lamm muss laufen!, Mobiles Kino Nürnberg und Curt Magazin.

Alle Filme werden im Originalton mit englischen Untertiteln gezeigt. 

Infos auch auf Facebook/Filmfestival

Nähere Informationen zu den Filmen, zum Spielplan und zum Rahmenprogramm finden Sie hier im FLYER  

Spielplan zum Download

Trailer zum Filmfestival

SPIELORTE:

 

 

 

  • Lamm-Lichtspiele Erlangen (Hauptstr. 86, 91054 Erlangen)
  • Casablanca Filmkunsttheater Nürnberg (Brosamerstr. 12, 90459 Nürnberg)
  • Zusätzlich am 30.11.2018: Boulderhalle E4 Nürnberg (Allersberger Str. 185/E4, 90461 Nürnberg

 

DIE FILME:

HIMALAYA: LADDER TO PARADISE  喜马拉雅天梯
(am 02.12., 19:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 18:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Xiao Han, Liang Junjian
2015, Dokumentarfilm, 89 Min. 

Die Dokumentation begleitet eine Gruppe junger Bergführer-Schüler aus Lhasa auf ihrer ersten Expedition zum Gipfel des höchsten Berges der Welt und gibt dabei auch einen Einblick in den spirituellen Aspekt des Bergsteigens.


THE SACRED ARROW  五彩神箭
(am 29.11., 18 Uhr in Erlangen und am 01.12., 20:15 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Pema Tseden
2014, Spielfilm, 96 Min. 

Im tibetischen Hochland gilt das Bogenschießen als höchste Kunst. Im rituellen Wettkampf treten die jungen Männer gegeneinander an. Pema Tseden erzählt anhand zweier rivalisierender Männer eine Geschichte über Traditionen und Moderne, eingebunden in eine tibetische Romeo-und-Julia-Geschichte in stimmungsvollen Bildern.


DRAGON BOAT  龙船
(am 29.11., 20:00 Uhr in Erlangen und am 30.11., 20:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Cao Dan
2010, Dokumentarfilm, 84 Min. 

Gedreht über einen Zeitraum von zehn Jahren, erzählt „Dragon Boat“ die Geschichte des Dorfs Lianxi in der Nähe von Guangzhou im Perlflussdelta. Seit Jahrhunderten ist dort das traditionelle Drachenbootrennen ein wichtiges Ereignis. Im Zuge des Ausbaus der Guangzhou-Universität wurden die Dorfbewohner jedoch im Jahr 2003 umgesiedelt.


SEVEN KILOMETERS  七公里 
(am 30.11., 18:00 Uhr in Erlangen und am 01.12., 22:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Borjigin Rashidorj
2017, Dokumentarfilm, 57 Min. 

In Chinas Helan-Gebirge gibt es eine erstklassige Geländewagen-Strecke, bekannt als Hooke-Trail. Da Extremsportarten dazu beitragen können, Depressionen zu lindern, beschließt der Offroader Gao Jinsong, seinen depressiven Freund Huzi mit auf den Trail zu nehmen.

 
1350 KM 
(am 30.11., 19:15 Uhr in Erlangen und am 02.12., 15:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Chang He
2011, Dokumentarfilm, 53 Min. 

Fünf Wanderarbeiter teilen sich drei Motorräder und verbringen fünf Tage und vier Nächte auf der 1350 km langen Heimreise, um das Neujahrsfest mit ihren Familien zu verbringen. Auf dem Weg erwarten sie mit Regen und Schnee, defekte Motorräder, unerwartete Straßensperrungen und vieles mehr.


JADE HUNTERS OF CHINA  中国采玉人
(Kurzfilmblock I am 30.11., 20:30 Uhr in Erlangen und am 01.12., 18:15 Uhr in Nürnberg)

Produzenten: Natural History New Zealand & Xinjiang TV
2016, Dokumentarfilm, 50 Min. 

Jeden Sommer machen sich Männer auf den beschwerlichen Weg ins Kunlun-Gebirge, um mit einfachsten Werkzeugen unter gefährlichen Bedingungen Jadevorkommen zu suchen – ohne Garantie, etwas zu finden. 


“10” CHINA SNOW MOVIE  中国单板电影十周年
(Kurzfilmblock I am 30.11., 20:30 Uhr in Erlangen und am 01.12., 18:15 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: PM:Studio, Mellowparks.cn
2017, Dokumentarfilm, 33 Min. 

Die Mellowparks-Snowparks gehören zu den besten in China. 10 Years China Snow Movie begleitet deren Snowboarder in verschiedene Länder sowie auf ihr Home Turf, Nanshan Mellow Park, immer auf der Suche nach Schnee und guten Lines.


FROM DUMPLINGS TO ROCK (CHINA CLIMBING DOCUMENTARY PROJECT)  
从煎饺到石头( 中国攀登纪录片计划) 
(Kurzfilmblock II am 01.12., 18:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 21:00 Uhr in Nürnberg in der Boulderhalle E4)

Regisseur: Tony Cheung
2018, Dokumentarfilm, 15 Min. 

Das chinesische Kletter-Eldorado Yangshuo befindet sich in Südchina inmitten eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete der Welt. Dort verkauft die chinesische Kletterin Xiao Lu vormittags Teigtaschen, um den Nachmittag am Fels verbringen zu können. 


THE BLACK HOLE (CHINA CLIMBING DOCUMENTARY PROJECT) 
黑洞( 中国攀登纪录片计划) 
(Kurzfilmblock II am 01.12., 18:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 21:00 Uhr in Nürnberg in der Boulderhalle E4)

Regisseur: Tony Cheung
2018, Dokumentarfilm, 19 Min. 

Der Spanier Rául Sauco ist in asiatischen Kletterkreisen bekannt wie ein bunter Hund. Der Kurzfilm zeigt neben der Erstbegehung von The Black Hole (5.13, 85 m) auch seine Verbundenheit mit der chinesischen Sprache, Kultur und der chinesischen Kletterszene. 


SEARCHING FOR CHISTMAS TREE  寻找圣诞树
(Kurzfilmblock II am 01.12., 18:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 21:00 Uhr in Nürnberg in der Boulderhalle E4)

Regisseur: Lie Feng
2017, Dokumentarfilm, 15 Min. 

Frustriert von der Routine und Monotonie seines Alltags, begibt sich ein chinesischer Universitätsdozent auf die Suche nach einem geheimnisvollen, gefrorenen Wasserfall in der Form eines Weihnachtsbaums.


THE LONG JOURNEY TO THE CHINESE WEST  狂野华西之漫长的旅途
(Kurzfilmblock II am 01.12., 18:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 21:00 Uhr in Nürnberg in der Boulderhalle E4)

Regie: Ryder Stroud (Itinerant Climbers Collective)
2015, Dokumentarfilm, 16 Min. 

Sechs Freunde um Ryder Stroud und Profikletterer Mike Dobie erobern im Sommer 2015 die teils „jungfräulichen“ Felsen von Liming in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas und erschließen viele neue Routen an den steilen Sandsteinwänden, mit dem Ziel eines neuen chinesischen Kletter-Mekkas vor Augen. 


TAISHANS JOCHTRÄGER  挑山工
(Kurzfilmblock II am 01.12., 18:45 Uhr in Erlangen und am 30.11., 21:00 Uhr in Nürnberg in der Boulderhalle E4)

Regisseur: Wang Hongzhen von Geng Shandong
2017, Dokumentarfilm, 6 Min. 

Jeden Tag 7,2 Kilometer, über 5.600 Schritte, 5 Stunden den Berg hinauf und mindestens 50 kg auf den Schultern… Seit 20 Jahren arbeitet Sun Yifu als Bergsteiger im Taishan-Gebirge, dem berühmtesten der fünf heiligen Berge des Daoismus. 

 
SEVENTY-SEVEN DAYS  七十七天
(am 01.12., 20:15 Uhr in Erlangen und am 02.12., 18:15 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Zhao Hantang
2017, Spielfilm, 95 Min. 

Seventy-seven Days erzählt die Geschichte des Abenteurers Yang Liusong, der alleine das unwirtliche Gebiet von Changtang im tibetischen Hochland durchquert: 1.400 km in 77 Tagen, nur mit einem Fahrrad, Zelt und etwas Proviant. Die Begegnung mit einer querschnittsgelähmten Fotografin gibt ihm die Kraft für die gefährliche Reise.

 
BAZAAR JUMPERS  跑酷少年
(am 28.11., 19:30 Uhr in Erlangen und am 29.11., 18:30 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Hao Zhiqiang
2013, Dokumentarfilm, 70 Min. 

Zwei uigurische Brüder gehen trotz des Widerstands ihrer besorgten Mutter in jeder freien Minute ihrer Parkour-Leidenschaft nach. Der Weg zu einem großen Parkour-Wettbewerb in Peking ist steinig und die Konkurrenz ist groß. 


SHENZHEN KUNLUN RED STAR  深圳昆仑鸿星女子冰球队
(am 02.12., 16:30 Uhr in Erlangen und am 29.11., 20:45 Uhr in Nürnberg, jeweils mit Einführung von Stefan Leitz, Ambassador Chinese Youth Ice Hockey League)

Regie: Shenzhen Kunlun Red Star
2017, Dokumentarfilm, 21 Min. 

Das chinesische Frauenhockey-Team Shenzhen Kunlun Red Star wurde erst 2017 als Teil der Canadian Womens Hockey League (CWHL) gegründet und ist Chinas größtes professionelles Hockeyteam. Der Kurzfilm begleitet das Team beim Training in Nürnbergs Partnerstadt Shenzhen und bei den Spielen der CWHL. 


CHINA TO SIBERIA: CROSSING THE LONELIEST LAKE  穿越贝加尔湖
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Xu Jiangjun, alias Ivan Xu
2017, Dokumentarfilm, 34 Min. 

Der chinesische Outdoor-Sportler Xu Jiang begibt sich mit seinem russischen Mitstreiter Fyodor Lebed unter extremen Bedingungen auf einen 23-tägigen Fußmarsch über den zugefrorenen Baikalsee. 


FIXIE-FAHRER IN BEIJING  死飞不死
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Sun Yu
2017, Dokumentarfilm, 15 Min. 

Die verspielten Fixie-Räder passen zum urbanen Lifestyle der jungen Generation in Peking. In der VICE Mini-Doku lässt sich der harte Kern der Szene über die Schulter und in die Werkstatt schauen. 


CHINA: A SKIER’S JOURNEY  一个滑雪人的旅程——中国篇
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Jordan Manley
2016, Dokumentarfilm, 17 Min. 

Im Altai-Gebirge zwischen China, der Mongolei und Kasachstan kann die Jagd auf Skiern bis in die Steinzeit zurückverfolgt werden. Diese Kultur droht in Vergessenheit zu geraten, während der moderne Skisport in China boomt. Die Skiprofis Chad Sayers und Forrest Coots machen sich auf eine 11.000 km lange Reise durch China, um diese gegensätzlichen Skikulturen kennenzulernen. 


ODYSSEUS REISE  奥德赛之旅
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Zhang Miao
2013, Dokumentarfilm, 37 Min. 

Sein Ziel war es, zu erreichen, was kein Chinese jemals zuvor geschafft hat eine Nonstop-Weltumrundung mit dem Segelboot. Nun ist der chinesische Seefahrer Guo Chuan nach Qingdao zurückgekehrt: Mit seiner Class 40-Yacht reiste er in 138 Tagen rund 21.000 Seemeilen. 

 
SOUTH END OF THE WORLD  极南:攀登南极未登峰 
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Zhang Minming, Liu Yong
2015, Dokumentarfilm, 6 Min. 

Das Team um den Abenteurer Liu Yong sticht im Jahr 2015 in Ushuaia, am südlichsten Ausläufer Argentiniens in See. Sie segeln bis an den Rand der Antarktis und dringen mit Zelt und Skiern weit in das Innere der Antarktis vor. Während der 48-tägigen Expedition erklimmt die kleine Gruppe Berge und entdeckt eisige Seen. 


SUPER-TRAMPS  超级流浪
(Kurzfilmblock III am 02.12., 17:30 Uhr in Erlangen und am 02.12., 16:00 Uhr in Nürnberg)

Regisseur: Mu Cun
2016, Dokumentarfilm, 13 Min. 

Parkour, die urbane Sportart, die in den Häuserschluchten von Paris entstand, hat es bis in die Großstädte Chinas geschafft. Von dort machen sich drei junge Männer auf, den Asphalt durch Steine, Gräser, Bäume und Wasser auszutauschen.   

 

VORVERKAUF/KARTENPREISE:

VVK in den zwei teilnehmenden Kinos; für die Vorstellungen in der Boulderhalle nur dort.

  • Einzelkarte je Film: 8,– Euro (regulär), 6,– Euro (ermäßigt*)
  • nur für Vorführung im E4:  für alle Abokunden der Halle (Monats-, 3 Monats- und Jahreskarteninhaber) freier Eintritt
  • Festivalpass**: 40,- Euro (regulär), 35,- Euro (ermäßigt*) 

 * Ermäßigt sind Studenten, Fördervereinsmitglieder und Menschen mit Behinderung unter Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung.

** Festivalpass gilt nur für ein Kino.

 

RESERVIERUNGEN:

  • Lamm-Lichtspiele: www.lamm-lichtspiele.de oder 09131-207066
  • Casablanca Filmkunsttheater: www.casablanca-nuernberg.de oder 0911-454824
  • Boulderhalle E4: 0911-49042202

 

4. Filmfestival 2016: "Chinas Ränder"

16. - 20. November 2016

„Chinas Ränder“ ist den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren ganz eigenen Identitätsfindungen. Dabei werden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entsteht aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den Filmen. Als besonderer Gäste sind die Filmemacher Pema Tseden und Wu Na eingeladen. 

FILME:

„Tharlo“ Drama 2015, Regie: Pema Tseden

„Mirror of Emptiness“ Dokumentarfilm 2011, Regie: Ma Li

„River Road” Drama 2015, Regie: Li Ruijun

„Under the Split Light” Dokumentarfilm 2011, Regie: Deng Baochao

„South of the Clouds” Dokumentarfilm 2012, Regie: Wang Erzhuo

„E Cha” Dokumentarfilm 2012, Regie: Xie Rong

„The Trail from Xinjiang” Dokumentarfilm 2013, Regie:  Chen Dongnan

„Song and Moon” Drama 2011, Regie: Wu Na

„A Simple Goodbye” Drama 2015, Regie: Degena, Yun

„A Village with Two” Dokumentarfilm 2011, Regie: Zha Xiaoyuan

„Apuda” Dokumentarfilm 2010, Regie: He Yuan

 

INFORMATIONEN ZUM FESTIVAL 2016:

 

3. Filmfestival 2014: "Hälfte des Himmels? - Frauen in China"

29. Oktober - 2. November 2014

Es geht um das The­ma Frauen in China, deren Stellung gerne mit dem Ausdruck "Frauen tragen die Hälfte des Himmels" beschrieben wird. Die chinesische Filmindustrie hat sich in den letzten Jahren rapide differenziert: Der Anteil weiblicher Regisseure ist beträchtlich gewachsen, und auch die Genres sind von weitaus größerer Vielfalt gekennzeichnet. Die Szene der Autorenfilme hat sich trotz zahlreicher bürokratischer und politischer Behinderungen mittlerweile fest etablieren können. Für das Festival wurde die Darstellung von Frauenbildern im gegenwärtigen China ge­wählt. Die Lage der Frau ist durchweg Thema dieser Filme; hinzu kommt der Umstand, dass zahlreiche Regisseurinnen mit ihren Filmen vertreten sind. Sehr unterschiedliche Frauenschicksale kommen zur Sprache. Filme von und über Frauen können neue Zugänge zu den komplexen Realitäten der chinesischen Gesell­schaft vermitteln.

Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

 

2. Filmfestival 2012: "Wandel - Konflikt - Hoffnung"

15. - 18. November 2012

Im Zentrum stehen die drei Begriffe "Wandel, Konflikt und Hoffnung". In der sich mit rasanter Geschwindigkeit verändernden chinesischen Gesellschaft müssen sich die Menschen mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit anpassen. In dieser schwierigen Situation treten unvermeidbar Konflikte zwischen dem Einzelnen und seinen Mitmenschen sowie zwischen sozialen Gruppen und staatlichen Institutionen zu Tage. Wie und ob der Einzelne trotz der sozialen Spannungen und Kontroversen über die Zukunft die Hoffnung weiterhin aufrechterhält, ist ein zentrales Anliegen der Filme.

Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

GAST: WANG YANG

Wang Yang, geboren 1984 in Xianyang, Provinz Shaanxi, studierte Jura, bevor er zum Film kam. Er lebt und arbeitet in Xi'an als Filmemacher, Filmkritiker und Redakteur. Er drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme wie "Dishang Kongjian" (englischer Titel: "Transition Space"), "Zhongguo Men" (englischer Titel: "China Gate"), "Jijing zhi Sheng" (Der Laut der Stille) und "Biyesheng" (Der Absolvent), er ist Herausgeber des Handbuchs "Qingnian Dianying Shouce" (Junge Filmemacher) und gründete das Filmstudio Shouge. Seine Filme "Transition Space" und "China Gate" für Fragen und Gespräche anwesend.

ERÖFFNUNG

Grußwort: Dr. Dieter Rossmeisl
Vortrag: Prof. Dr. Stefan Kramer

FILME

"24 City" Spielfilm 2008, Regie: Jia Zhangke

"Bumming in Bejing" Dokumentation 1990, Regie: Wu Wenguang

"Spring Fever" Spielfilm 2009, Regie: Lou Ye

"The Unfinished History of Life" Dokumenation 2011, Regie: Cong Feng

"Transition Space" Dokumenation 2007, Regie: Wang Yang

"Platform" Spielfilm 2000, Regie: Jia Zhangke

"Fortune Teller" Dokumenation 2010, Regie: Xu Tong

"China Gate" Dokumentation 2011, Regie: Wang Yang

"Tuyas Hochzeit" Spielfilm 2005, Regie: Wang Quan'an

 

1. Chinesisches Filmfestival 2010: "Chinesische Lebenswelten"

15. - 18. April 2010

Mit einer Auswahl von neun Filmen gewährte das erste Festival offene und facettenreiche Einblicke in den modernen chinesischen Lebensalltag und die gesellschaftlichen Befindlichkeiten. Alle gezeigten Werke sind dem seit Ende der 1980er auch in China aufgekommenen Genre des Autorenfilms zuzurechnen. Gerade Filme dieses Genres waren es, welche in China noch bis ins Jahr 2003 einer Vielzahl an Widrigkeiten gegenüberstanden - bis hin zum Verbot. Die Filme setzen sich mit aktuellen Themen des modernen Chinas auseinander, wie beispielsweise dem gesellschaftlichen Gefälle, der Instabilität und Ausweglosigkeit auf der Suche nach persönlichem Glück und dem Hinterfragen der chinesischen Lebenswelten, die sich in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen als Spiel- und Dokumentarfilm artikulieren.

Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

GAST: HUANG WENHAI

Huang Wenhai, geboren 1971 in der Provinz Hunan, absolvierte sein Filmstudium 1996. Seither arbeitet er als unabhängiger Filmregisseur. Von seinen Filmen wurden 2010 "Wir" (Originaltitel: "Women"), "Die Kinder aus dem Militärlager" (Originaltitel: "Junxunying Jishi") und "Traumwanderung" (Originaltitel: "Mengyou") gezeigt.

ERÖFFNUNUNG

Grußwort: Dr. Siegfried Balleis
Vortrag: Prof. Dr. Michael Lackner
Filmgespräch mit Moderation von Prof. Dr. Kay Kirchmann

FILME

"Wir" Dokumentarfilm 2008, Regie: Huang Wenhai

"Nanjing Straße" Dokumentarfilm 2007, Regie: Zhao Dayong

"Der gute Mensch der drei Schluchten" Spielfilm 2006, Regie: Jia Zhangke

"1428" Dokumentarfilm 2009, Regie: Du Haibin

"Erhebung aus dem Staub" Spielfilm 2007, Regie: Gan Xiao'er

"Die Kinder aus dem Militärlager" Dokumentarfilm 2003, Regie: Huang Wenhai

"Traumwanderung" Dokumentarfilm 2005, Regie: Huang Wenhai

"Taxifahrer" Dokumentarfilm 2008, Regie: Fan Jian

"Welt" Spielfilm 2005, Regie: Jia Zhangke

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