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  • 15.11.2017 19:00 - 20:30 | Nürnberg | Ausstellungen

    Ausstellungseröffnung "Mit dem Hahn um die Welt"

    Am 15. November 2017 wurde im Nürnberger Konfuzius-Institut feierlich die Ausstellung „Mit dem Hahn um die Welt“ zum 12. Internationalen Comic-Wettbewerb Chinas für Kinder und Jugendlich eröffnet.  

    Seit 2006 findet in der ostchinesischen Millionenstadt Hangzhou, Hauptstadt der Provinz Zhejiang, ein internationaler Comic-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche statt. Der Wettbewerb ist Teil des renommierten „China International Cartoon and Animation Festival (CICAF)“ und der größte Wettbewerb seiner Art in China – mehr als 250.000 Kinder und Jugendliche aus über 40 Ländern haben bereits daran teilgenommen. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu ermutigen, ihre Kreativität zu entdecken und mit Comicarbeiten ihrer Sicht der Welt Ausdruck zu verleihen.

    Auf Einladung des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen nahmen in diesem Jahr erstmals drei fränkische Schulen sowie zwei internationale Schulen aus Istanbul am internationalen Comic-Wettbewerb teil – mit großem Erfolg: von 82 Einsendungen wurden 37 der Werke mit einem Preis ausgezeichnet! Nach der Ausstellung der prämierten Werke im Mai 2017 in Hangzhou zeigt das Konfuzius-Institut nun vom 16. November bis 15. Dezember die preisgekrönten Bilder der drei fränkischen Gymnasien, gemeinsam mit etlichen Preisträgern aus China. Ausgestellt werden Bilder von Schüler/innen aus dem Marie-Therese-Gymnasium Erlangen, der Senefelder-Schule Treuchtlingen und dem Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach zu den Themen „Meine Welt“ und „Bild eines Hahns/einer Henne“, passend zum chinesischen Jahr des Hahns.

    Zur Ausstellungeröffnung kamen viele der teilnehmenden Schüler aus dem Erlanger sowie dem Kulmbacher Gymnasium nach Nürnberg, wo sie auch die Urkunden für die ausgezeichneten Werke in Empfang nehmen durften. Los ging es mit einer kleinen Einführung der Direktorin des Konfuzius-Instituts, Dr. Yan Xu-Lackner. Selbst aus Hangzhou stammend, konnte sie den anwesenden Schüler/innen allerlei Interessantes über die Stadt erzählen, die sich in den letzten Jahren zu einem der größten Comic-Zentren Chinas entwickelt hat. Als eine der früheren sieben Kaiserstädte kann Hangzhou auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dort beginnt auch der Kaiserkanal, eine wichtige Wasserstraße, die Hangzhou mit dem Norden Chinas verbindet und die seit 2014 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist. Heute ist die Stadt vor allem auch für Tee und Seide bekannt.

    Im Anschluss freute sich Anke Steinert-Neuwirth, Referentin für Kultur, Bildung und Jugend der Stadt Erlangen, in ihrem Grußwort über die rege Teilnahme der fränkischen Gymnasien am Comic-Wettbewerb in China und die künstlerische Nachwuchsförderung in diesem Bereich. Denn nicht nur in Hangzhou, auch in Erlangen sind Comics ein wichtiges Thema: seit 1984 findet dort alle zwei Jahre der „Internationale Comic-Salon Erlangen“ statt, das bedeutendste Comic-Festival im deutschsprachigen Raum. Sie ließ den Wandel in der Bedeutung des Comics als Kunstform in den letzten Jahrzehnten Revue passieren und freute sich, dass diese sogenannte Neunte Kunst mittlerweile auch im Kunstunterricht an den fränkischen Schulen angekommen ist und durch Wettbewerbe wie den diesigen auch eine Plattform für den interkulturellen Austausch für Jugendliche erhält. Die anwesenden Schüler/innen wie auch die betreuenden Lehrkräfte konnten stolz die Urkunden als Auszeichnung für ihre Werke sowie die Publikation des Wettbewerbs 2017, in der auch alle Bilder der Gold-, Silber- und Bronzepreisträger verewigt wurden, mit nach Hause nehmen.

    Die Themen für den 13. Internationalen Comic-Wettbewerb Chinas für Kinder und Jugendliche 2018 stehen bereits fest: „Kulturbotschafter der ‚Neuen Seidenstraße‘“ und „Mein Freund“. Bis zum 1. März 2018 können alle interessierten Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ihre Comic-Kunstwerke zu einem der beiden Themen beim Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen einreichen. Wir freuen uns wieder auf zahlreiche Teilnehmer und Kunstinteressierte!

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