• 中文
  • Schulleiterreise 2016 nach China

    In den Osterferien 2016 organisierte das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen eine weitere Delegationsreise für Schulleiterinnen und Schulleiter von mittel- und oberfränkischen Gymnasien und Realschulen nach Chengdu und Xi'an.

    Ziel dieser Reise war es, den Verantwortlichen aus dem Schulbereich, die sich für China interessieren, einen Einblick in das Land zu geben und sie über das Schulwesen und das Bildungskonzept vor Ort zu informieren. Unter der Leitung des Nürnberger Bürgermeisters Dr. Klemens Gsell und des chinesischen Direktors des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Prof. Chen Hangzhu, machten sich zehn Schulleiter und Schulleiterinnen sowie der Direktor des Instituts für Fremdsprachen und Auslandskunde in Erlangen auf die elftägige Reise vom 20. bis 30. März 2016 nach China.

    Die Reise führte von Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas, über Leshan und Dujiangyan nach Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaanx im Nordwesten des Landes. Zurück nach Deutschland ging es schließlich von der südchinesischen Millionenmetropole Guangzhou aus.

    Neben der Besichtigung von regionalen kulturellen Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise des Großen Buddhas von Leshan, der Chengdu Giant Panda Foundation, der Innenstadt von Xi’an sowie der berühmten Terrakotta-Armee, standen hauptsächlich Besuche von verschiedenen Schulen und Bildungseinrichtungen, darunter öffentliche und private Schulen sowie Internate, auf dem Programm. Die Schulleiter konnten hierbei interessante Einblicke in den chinesischen Schulalltag gewinnen und sich mit den Schulleitern der chinesischen Schulen und den Schülern vor Ort austauschen. Es wurden vielversprechende Kontakte geknüpft mit dem Wunsch, auch zukünftig in Kontakt zu bleiben und deutsch-chinesische Schulpartnerschaften voranzutreiben.

    Schulleiterreise 2012 nach China

    Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen organisierte 2010 den ersten Besuch einer Delegation deutscher Gymnasialrektoren in Peking. Bereits 2011 boten fünf der deutschen Gymnasien Chinesisch-Unterricht an. Da die Reise solch großen Anklang gefunden hatte, organisierte das Konfuzius-Institut 2012 eine weitere Delegation, diesmal nach Hangzhou und Shanghai.

    Diesmal kamen die Schulleiter aus ganz Mittelfranken und Oberbayern. In der Mehrzahl waren es Erlanger Gymnasien, aber auch Gymnasien aus Nürnberg, München und Erding haben dieses Jahr die Gelegenheit ergriffen, sich mit chinesischen Kollegen auszutauschen. Mit von der Partie war außerdem das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde Erlangen und auch eine Realschule, nämlich die Leopold-Ullstein Realschule Fürth. Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen hat als Kooperationspartner des Konfuzius-Instituts die Verbindung zur Hanns-Seidel-Stiftung hergestellt, von der das Projekt auch gefördert wurde. Unterstützt wurde die Reise außerdem durch das Zentrum für Lehrerfortbildung Shanghai und das Zentrum für Lehrerfortbildung der Provinz Zhejiang. Delegationsleiter war Herr Ltd. OStD Leisgang, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien im Regierungsbezirk Mittelfranken.

    Die ersten drei Tage verbrachte die Gruppe in Hangzhou, der südwestlich von Shanghai gelegenen Hauptstadt der Provinz Zhejiang. Besucht wurden eine Grundschule und zwei Mittelschulen. Darunter war auch die traditionsträchtige Gaoji Middle School, auf der die Schulleiter dem Mathematik-, Englisch-, Musik- und Kunstunterricht beiwohnten und sich den Handwerksraum der Schule ansahen, in welchem den Schülern Drehbänke und Werkzeuge zur Verfügung stehen, auf denen sie selbst Holz- und Metallarbeiten anfertigen können. Der Lehrplan dieser Schule sieht vor, dass Schüler ein Drittel ihrer Fächer selbst wählen. Dies bedeutet einerseits ein hohes Maß an Freiheit für die Schüler, stellt andererseits aber eine große Herausforderung für das Lehrpersonal dar.

    Außerdem fand in Hangzhou ein Symposium zur Lehrerfortbildung statt, mit Schwerpunkt auf Lehrplanreformen. Dabei stellte der Stellvertretende Leiter der Bildungsabteilung der Provinz Zhejiang die laufenden Reformen vor sowie Zhejiangs Modellcharakter in der Bildungspolitik, da hier erste Reformen getestet werden, die schließlich in ganz China durchgeführt werden könnten. Frau Katharina Schlamp von der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen stellte zum Vergleich laufende Lehrplanreformen in Deutschland vor. Es folgte ein lebhafter Austausch zwischen chinesischen und deutschen Symposiumsteilnehmern. Der zweite Teil der Reise ging nach Shanghai. Dort wurden zwei weitere Gymnasien besucht sowie die Shanghai Normal University, in der das Shanghai Lehrerfortbildungszentrum das zwölfte deutsch-chinesische Bildungssymposium abhielt, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Lehrerfortbildung“.

    Trotz des anstrengenden Programms hatte die Delegation immer wieder auch Gelegenheit, die Sehenswürdigkeiten von Hangzhou und Shanghai zu bewundern.

    Schulleiterreise 2010 nach China

    An die Schule wird meist eine ganze Palette von Erwartungen geknüpft: Den Kindern soll möglichst viel Wissen vermittelt werden, sie sollen sich im sozialen Miteinander üben, Spaß am Lernen entwickeln und spielerisch auch an schwierige oder kritische Themen herangeführt werden. Die Lehrer sollen nicht nur Wissensvermittler und Streitschlichter, sondern auch Moderatoren, verständnisvolle Vertrauenspersonen, Schnittstelle zwischen Schule, Kind und Eltern, Vorbilder und auf ihrem Gebiet Experten sein. Das Alles überwachend und dirigierend soll der Direktor Gefahren des Umfelds von der Schule abschirmen und möglichst früh Trends erkennen und einschätzen, um die Kinder optimal auf ihre zukünftige Arbeitswelt vorzubereiten.

    Dass in einer globalisierten Welt der möglichst frühe Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen und von interkultureller Kompetenz und Sensibilität immer häufiger gefordert oder schlicht vorausgesetzt wird, hat auch Auswirkungen auf die Schule und die Erwartungen an ihr Angebot. Um den Direktoren der Schulen der Metropolregion Nürnberg und des weiteren Umkreises Einblicke in die aufsteigende Wirtschaftsmacht China zu ermöglichen, lud das Konfuzius-Institut vom 30. Oktober bis 06. November 2010 eine Delegationsreise von 12 Direktoren nach Peking.

    Im Rahmen der einwöchigen Informationsreise, die vom Bürgermeister der Stadt Nürnberg, Herrn Dr. Gsell und dem chinesischen Direktor des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, Herrn Chen, geleitet wurde, war die Delegation u.a. von der Beijing Foreign Studies University und dem Gymnasium der Beijing Foreign Studies University zu Gesprächen mit Deutsch-Studenten und chinesischen Schülern, Studenten und Lehrern eingeladen. Auch eine Unterrichtshospitation und die Besichtigung einer weiteren Schule in Peking führten zu einem regen Meinungs- und Ideenaustausch, um sich über das chinesische Bildungssystem und die Methoden zur Vermittlung von Chinesisch zu informieren. Außerdem besuchten sie das Goethe-Institut in Beijing, das sein Schulaustauschprogramm zwischen Deutschland und China vorstellte.

    Im Kulturprogamm konnten in der kurzen Zeit einige der Stätten des Weltkulturerbes wie die Verbotene Stadt, die Große Mauer, die Ming-Gräber und der Sommerpalast, aber auch Lama-Tempel, Konfuzius-Tempel und Kaiserliche Akademie besichtigt werden. Doch standen neben den beeindruckenden Zeugnissen der Vergangenheit, die die Rolle Chinas und besonders Pekings als kulturelles, politisches und wirtschaftliches Zentrum der Region verdeutlichen, auch der Besuch im lebendigen Kunstquartier 798 und die Besichtigung des Olympiageländes als Ausdruck des modernen China auf dem Programm.
    Bleibt zu hoffen, dass auf die Weise auch in Zukunft ein jüngeres Publikum für China interessiert und Chinesisch an Schulen gefördert werden konnte. Das Konfuzius-Institut freut sich jedenfalls, die Schulen in der Region beim Aufbau des Chinesisch-Unterrichts in jeder Weise zu unterstützen.

    Gefördert durch: