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  • Chinesisches Filmfestival

    Seit 2010 veranstaltet das Konfuzius-Institut alle zwei Jahre ein Filmfestival, das einen ungewöhnlichen Einblick in die Arbeiten von bekannten und noch relativ unbekannten jungen chinesischen Filmemachern und damit in die unmittelbare Gegenwart Chinas gibt. Die Dokumentar- und Spielfilme - und manchmal auch Filme mit einer Mischung aus beidem - sind zum Teil in deutscher Erstaufführung zu sehen.

    4. Filmfestival 2016 vom 16. bis 20. November 2016: "Chinas Ränder"

    "Chinas Ränder" stehen im Zentrum des vierten chinesischen Filmfestivals: Es ist den sogenannten nationalen Minderheiten Chinas gewidmet, ihren Besonderheiten und ihren ganz eigenen Identitätsfindungen. Dabei werden sowohl Filme von Angehörigen dieser ethnischen Gruppen als auch von Regisseurinnen und Regisseuren der Mehrheitsbevölkerung der Han-Chinesen gezeigt – so entsteht aus dem Wechselspiel von Blicken von innen und von außen ein differenziertes Bild der komplizierten und vielschichtigen Befindlichkeiten von Minoritäten im chinesischen Staat. Musik und religiöse Traditionen, die Gegensätze des ländlichen und städtischen Lebens, die Gratwanderung in der Grauzone zwischen Anerkennung alter Bräuche und dem Druck der Modernisierung, aber auch der Kampf um das schiere Überleben in den ökonomischen Zwängen der Gegenwart spielen eine entscheidende Rolle in den hier gezeigten Filmen.

    Das Filmfestival 2016 findet in Erlangen (Manhattan-Kinos) und Nürnberg (Casablanca Filmkunsttheater) statt. Als Eröffnungsfilm wird "Tharlo" des mehrfach preisgekrönten tibetischen Regisseurs Pema Tseden gezeigt. Da dieser Film – überhaupt sein erster Film – am 18. November, also zwei Tage später als bei unserem Festival, in Nordwestchina und Tibet ins Kino kommt, ist Pema Tseden leider verhindert, bei unserem Filmfestival anwesend zu sein. Er wird eine Videogrußbotschaft an das Publikum hier senden.
    Zu Gast beim Filmfestival in Erlangen und Nürnberg ist die vielversprechende Nachwuchsregisseurin Wu Na mit ihrem Film "Song and Moon".

    Das Filmfestival findet in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und mit freundlicher Unterstützung des Vereins Das Lamm muss laufen! und der Kulturförderung der Stadt Erlangen statt.

    Faltblatt mit näheren Informationen und Filmbeschreibungen

    Informationen zu den Spielorten, Preisen und Vorverkauf

    Programmheft zum Download

     

     

    Spielplan (zum Dowload):

    Erlangen

    Manhattan-Kinos

    Nürnberg

    Casablanca Filmkunsttheater

    Mittwoch, 16.11.2016

    18:00  Eröffnung des Filmfestivals in Erlangen:
    Begrüßung, im Anschluss Tharlo und Filmgespräch in Anwesenheit des Regisseurs Pema Tseden
    Empfang

    Donnerstag, 17.11.2016

    Donnerstag, 17.11.2016

    18:00 Vortrag: „The Political Calculus of Ethnicity:
    the National Minority Film in the Early PRC“
    Dr. Lu Xiaoning, KH 1.012, Kollegienhaus,
    Universitätsstraße 15, 91054 Erlangen
    17:00 

    Auftakt des Filmfestivals in Nürnberg:
    Begrüßung
    Vortrag: „Modernisierung und kulturelle Identität in China“, Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer

    18:00A Village With Two18:30Tharlo und Filmgespräch in Anwesenheit des Regisseurs Pema Tseden
    20:00Song and Moon und Filmgespräch
    in Anwesenheit der Regisseurin Wu Na
    21:30A Simple Goodbye

    Freitag, 18.11.2016

    Freitag, 18.11.2016

    16:00Round-Table-Gespräch „Chinas Ränder“
    im Wassersaal der Orangerie
    17:30Mirror of Emptiness
    18:00Under the Split Light20:00South of the Clouds
    20:30A Simple Goodbye

    Samstag, 19.11.2016

    Samstag, 19.11.2016

    17:00The Trail from Xinjiang (Kurzfilm)14:00Under the Split Light
    18:00Mirror of Emptiness17:00Apuda
    20:30E cha20:00River Road

    Sonntag, 20.11.2016

    Sonntag, 20.11.2016

    15:00Apuda15:00A Village With Two und
    The Trail from Xinjiang (Kurzfilm)
    18:00South of the Clouds17:30E cha
    20:00 River Road20:00

    Song and Moon und Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin Wu Na

     

     

     

    3. Filmfestival 2014 vom 29. Oktober bis 02. November 2014: "Hälfte des Himmels"? - Frauen in China

    Es geht um das The­ma Frauen in China, deren Stellung gerne mit dem Ausdruck "Frauen tragen die Hälfte des Himmels" beschrieben wird. Die chinesische Filmindustrie hat sich in den letzten Jahren rapide differenziert: Der Anteil weiblicher Regisseure ist beträchtlich gewachsen, und auch die Genres sind von weitaus größerer Vielfalt gekennzeichnet. Die Szene der Autorenfilme hat sich trotz zahlreicher bürokratischer und politischer Behinderungen mittlerweile fest etablieren können. Für das Festival wurde die Darstellung von Frauenbildern im gegenwärtigen China ge­wählt. Die Lage der Frau ist durchweg Thema dieser Filme; hinzu kommt der Umstand, dass zahlreiche Regisseurinnen mit ihren Filmen vertreten sind. Sehr unterschiedliche Frauenschicksale kommen zur Sprache. Filme von und über Frauen können neue Zugänge zu den komplexen Realitäten der chinesischen Gesell­schaft vermitteln.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    2. Filmfestival 2012 vom 15. bis 18. November 2012: "Wandel – Konflikt – Hoffnung"

    Im Zentrum stehen die drei Begriffe "Wandel, Konflikt und Hoffnung". In der sich mit rasanter Geschwindigkeit verändernden chinesischen Gesellschaft müssen sich die Menschen mit zum Teil atemberaubender Geschwindigkeit anpassen. In dieser schwierigen Situation treten unvermeidbar Konflikte zwischen dem Einzelnen und seinen Mitmenschen sowie zwischen sozialen Gruppen und staatlichen Institutionen zu Tage. Wie und ob der Einzelne trotz der sozialen Spannungen und Kontroversen über die Zukunft die Hoffnung weiterhin aufrechterhält, ist ein zentrales Anliegen der Filme.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    Gast: Wang Yang

    Wang Yang, geboren 1984 in Xianyang, Provinz Shaanxi, studierte Jura, bevor er zum Film kam. Er lebt und arbeitet in Xi'an als Filmemacher, Filmkritiker und Redakteur. Er drehte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme wie "Dishang Kongjian" (englischer Titel: "Transition Space"), "Zhongguo Men" (englischer Titel: "China Gate"), "Jijing zhi Sheng" (Der Laut der Stille) und "Biyesheng" (Der Absolvent), er ist Herausgeber des Handbuchs "Qingnian Dianying Shouce" (Junge Filmemacher) und gründete das Filmstudio Shouge. Seine Filme "Transition Space" und "China Gate" für Fragen und Gespräche anwesend.

    Eröffnung

    Grußwort: Dr. Dieter Rossmeisl
    Vortrag: Prof. Dr. Stefan Kramer                                                                                           

    Filme

    "24 City" Spielfilm 2008, Regie: Jia Zhangke

    "Bumming in Bejing" Dokumentation 1990, Regie: Wu Wenguang

    "Spring Fever" Spielfilm 2009, Regie: Lou Ye

    "The Unfinished History of Life" Dokumenation 2011, Regie: Cong Feng

    "Transition Space" Dokumenation 2007, Regie: Wang Yang

    "Platform" Spielfilm 2000, Regie: Jia Zhangke

    "Fortune Teller" Dokumenation 2010, Regie: Xu Tong

    "China Gate" Dokumentation 2011, Regie: Wang Yang

    "Tuyas Hochzeit" Spielfilm 2005, Regie: Wang Quan'an

    1. Filmfestival 2010 vom 15. bis 18. April 2010: "Chinesische Lebenswelten"

    Mit einer Auswahl von neun Filmen gewährte das erste Festival offene und facettenreiche Einblicke in den modernen chinesischen Lebensalltag und die gesellschaftlichen Befindlichkeiten. Alle gezeigten Werke sind dem seit Ende der 1980er auch in China aufgekommenen Genre des Autorenfilms zuzurechnen. Gerade Filme dieses Genres waren es, welche in China noch bis ins Jahr 2003 einer Vielzahl an Widrigkeiten gegenüberstanden - bis hin zum Verbot. Die Filme setzen sich mit aktuellen Themen des modernen Chinas auseinander, wie beispielsweise dem gesellschaftlichen Gefälle, der Instabilität und Ausweglosigkeit auf der Suche nach persönlichem Glück und dem Hinterfragen der chinesischen Lebenswelten, die sich in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen als Spiel- und Dokumentarfilm artikulieren.

    Das Filmfestival wird in Erlangen in Kooperation mit den Manhattan-Kinos und dem Verein Das Lamm muss laufen e.V. gezeigt.

    Gast: Huang Wenhai

    Huang Wenhai, geboren 1971 in der Provinz Hunan, absolvierte sein Filmstudium 1996. Seither arbeitet er als unabhängiger Filmregisseur. Von seinen Filmen wurden 2010 "Wir" (Originaltitel: "Women"), "Die Kinder aus dem Militärlager" (Originaltitel: "Junxunying Jishi") und "Traumwanderung" (Originaltitel: "Mengyou") gezeigt.

    Eröffnung

    Grußwort: Dr. Siegfried Balleis
    Vortrag: Prof. Dr. Michael Lackner
    Filmgespräch mit Moderation von Prof. Dr. Kay Kirchmann

    Filme

    "Wir" Dokumentarfilm 2008, Regie: Huang Wenhai

    "Nanjing Straße" Dokumentarfilm 2007, Regie: Zhao Dayong

    "Der gute Mensch der drei Schluchten" Spielfilm 2006, Regie: Jia Zhangke

    "1428" Dokumentarfilm 2009, Regie: Du Haibin

    "Erhebung aus dem Staub" Spielfilm 2007, Regie: Gan Xiao'er

    "Die Kinder aus dem Militärlager" Dokumentarfilm 2003, Regie: Huang Wenhai

    "Traumwanderung" Dokumentarfilm 2005, Regie: Huang Wenhai

    "Taxifahrer" Dokumentarfilm 2008, Regie: Fan Jian

    "Welt" Spielfilm 2005, Regie: Jia Zhangke

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