• 中文
  • Delegationsreise 2014 "Der Chinesische Traum"

    Unter dem Motto "Der Chinesische Traum" bereisten vom 17. bis 27. April 26 hochrangige Vertreter der Bereiche Politik, Wirtschaft, Bildung, Kunst und Medien aus der Metropolregion das Land der Mitte. Die Delegationsleitung übernahmen Frau Dr. Yan Xu-Lackner, deutsche Direktorin des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, und Dr. Peter Schönlein, Altoberbürgermeister der Stadt Nürnberg und stv. Vorsitzender des Kuratoriums des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen. 

    Die Reise, die von der Gesellschaft für Völkerverständigung der VR China (Youxie) unterstützt wurde, führte von Peking im Norden Chinas in die frühere Kaiserstadt Xi'an in die Mitte des Landes. Von dort ging es weiter nach Nanjing im Südwesten, auf südwestlicher Route weiter nach Hangzhou, um schließlich im Süden die Sonderwirtschaftszone und Partnerstadt Nürnbergs, Shenzhen und das nur durch einen Fluss getrennte Hongkong zu erreichen.

     Der Klärung, ob der "Chinesische Traum" ein ernstzunehmender Gegenentwurf zum "American Dream" konnten die Delegationsreisenden vor Ort ein Stück näher kommen. Dieses viel diskutierte Thema des "Chinesischen Traums", der die Gemeinschaft und die Stabilität im Vordergrund stehen, wurde gleich zu Beginn der Reise bei einem Vortrag Herrn Prof. FENG Xingyuans (Akademie der Wissenschaften, Peking) erörtert.

    In der Zentrale der Konfuzius Institute in Peking (Hanban) konnten sich die Delegationsteilnehmer ein Bild von der weltweiten Entwicklung im Bereich der Verbreitung der chinesischen Sprache und Kultur machen.

    Auch ein Besuch des Goethe-Sprachlernzentrums in Nanjing stand auf dem Programm und führte zu einem regen Austausch. Das "sozialistische" Musterdorf Huaxi in der Provinz Jiangsu regte die Delegationsteilnehmer zum Nachdenken an und hinterließ einen bleibenden Eindruck.

    Zukünftige gemeinsame Kunstprojekte und Formen des Künstleraustauschs wurden bei einem Besuch der Nationalen Kunstakademie in Hangzhou angedacht.

    Die schnelle Entwicklung des Shekou-Industriegebiets in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen mit seinen Wolkenkratzern veranschaulichte den "Chinesischen Traum". Ein Treffen mit der bayrischen Repräsentanz in Shenzhen bestätigte die früh begründete und wegweisende Partnerschaft der Stadt Shenzhen mit dem bayrischen Nürnberg. Im Guan Shanyue Kunstmuseum konnten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der westlichen und chinesischen Kunst erörtert werden.

    Abgerundet wurde die Reise durch ein Treffen mit dem YMCA Hongkong, der intensiven Austausch und gute Zusammenarbeit mit dem CVJM Nürnberg pflegt.

    Die Delegation wurde stets herzlich durch die Provinzregierungen der besuchten Städte empfangen und von der Gesellschaft für Völkerverständigung (Youxie) betreut. So konnten viele Ideen für zukünftige Kooperationen entstehen.

    Die Delegationsteilnehmer konnten auf diese Weise vor Ort die Zusammenarbeit der letzten fünf Jahre Revue passieren lassen und der Besuch legte die Grundsteine für neue Projekte in der kulturellen Zusammenarbeit.

    Delegationsreise 2011 "Das konfuzianische Erbe – eine Zukunftsverheißung für China?"

    Vom 28. Oktober bis 06. November besuchten 22 hochrangige Vertreter der Bereiche Bildung, Kunst, Medien, Politik, Verwaltung und Wirtschaft aus der Metropolregion das Land der Mitte unter der Delegationsleitung von Frau Dr. Yan Xu-Lackner, deutsche Direktorin des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen, und Dr. Peter Schönlein, Altoberbürgermeister Nürnbergs und stv. Vorsitzender des Kuratoriums des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen.

    Die Reise, die auf chinesischer Seite von der Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland (CPAFFC) organisiert wurde, führte von Shanghai am Ostchinesischen Meer Richtung Norden nach Jinan, Hauptstadt der Provinz Shandong. Auf den mehrtätigen Aufenthalt in der Partnerprovinz des Bundeslandes Bayern, die in Größe und Bevölkerungszahl Deutschland sehr ähnelt, folgten Zwischenstopps in Tai'an am Fuße des Bergs Tai, einem der Fünf Heiligen Berge Chinas, Qufu, der Heimat des Konfuzius, Jining und der ehemaligen deutschen Kolonie Qingdao. Den Abschluss bildeten Besuche in der Hauptstadt Peking.

    Schon in Shanghai und Jinan, den ersten beiden Stationen, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich mit Vertretern von Stadt- und Provinzregierung sowie verschiedener Institutionen auszutauschen. So luden beispielsweise Herr Wang Xiaoshu, Vizepräsident des ständigen Ausschusses der Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland der Stadt Shanghai (SPAFFC), zum Gespräch wie auch Herr Prof. Wang Naijing, stv. Vorsitzender der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) der Provinz Shandong. Da sich die chinesische Seite sehr offen für eine Zusammenarbeit zeigte, wurden auf Treffen wie diesen viele neue Ideen geboren und frühere konkretisiert, darunter etwa neue Programme des Jugendaustauschs und der Jugendarbeit, Teilnahmen am internationalen Frauenforum Jinan sowie Kunstausstellungen und Künstlerbesuche.

    Die Reise hatte den Titel "Das konfuzianische Erbe – eine Zukunftsverheißung für China?", eine Frage, die die Delegationsmitglieder nach ebenso intensiven wie informativen Besuchen der Universität Shandong und der Konfuzius-Nationalakademie sowie Konfuzius' Geburtshaus und Grabstätte mit Gelehrten diskutieren konnten. Die Renaissance der konfuzianischen Lehre und des Konfuzianismus ist als ein Teil des Rekulturalisierungsprozesses in China, der in den 90er Jahren begann, zu betrachten. Gerade deshalb war die Gelegenheit für das Konfuzius-Institut besonders günstig, Fachleuten die Frage zu stellen, wie die Volksrepublik mit dem Konfuzianismus umgeht. Über die angeregten Diskussionen hinaus entstand schließlich die Idee, die Zusammenarbeit zwischen unserem Institut und der Nationalakademie zu verstärken.

    Das Programm in Peking, der letzten Station vor der Rückreise, beinhaltete, neben einem Besuch des Chinesischen Nationalmuseums, in dem eine deutsche Ausstellung über die Aufklärung besichtigt wurde, weitere Arbeitsgespräche in der Zentrale der Gesellschaft des Chinesischen Volkes für Freundschaft mit dem Ausland (BPAFFC). Die Zusammenarbeit mit der Dachorganisation, mit der das Konfuzius-Institut in den letzten Jahren erfolgreich vielseitige Projekte umgesetzt hatte, konnte so bestätigt und erweitert werden.

    Delegationsreise 2009 "Peking nach den olympischen Spielen"

    Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen organisierte vom 8. bis 16. April 2009, zusammen mit der Deutschen Olympischen Gesellschaft Mittelfranken(DOG), eine Delegationsreise mit dem Thema "Peking nach den olympischen Spielen". Die Idee zu dieser Fahrt wurde bei der Olympia-Matinee im Juli 2008 geboren, bei welcher der stellvertretende Vorsitzende des Olympischen Komitees, Herr Da Xu und Abteilungsleiter Herr Zhicheng Yang, sowie Generalkonsul Huiqun Yang zugegen waren. Neben dem Altoberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Vorsitzenden der DOG Mittelfranken, Herrn Dr. Peter Schönlein und Frau Dr. Yan Xu-Lackner, Leiterin des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen nahmen außerdem 23 Delegationsmitglieder, darunter hochrangige Repräsentanten der regionalen Politik und Kultur Nürnbergs, an dieser Reise teil.

    In Peking angekommen, empfing die Nationale Gesellschaft zur Völkerverständigung der Volksrepublik China, die die Organisation der Reise vor Ort übernahm, die Delegationsmitglieder aus Nürnberg mit einem Willkommensbankett. Die deutsche Delegation besichtigte am nächsten Tag "Vogelnest" und traf Herrn Da Xu und Herrn Zhicheng Yang vom Olympischen Komitee zu einem Erfahrungsaustausch über die rückblickende Bewertung der Olympischen Spiele aus chinesischer Sicht.

    Am darauffolgenden Tag stand ein Meeting mit der Vizebürgermeisterin des Stadtbezirks Changping an. Der 30km nördlich von Peking liegende Bezirk Changping ist nicht nur Kooperationspartner der Stadt Nürnberg, sondern war auch ein Austragungsort der olympischen Spiele 2008. Seit 2006 steht der Bezirk in enger Zusammenarbeit mit der IHK Nürnberg. Hierbei wurde vereinbart, sich im wirtschaftlichen, industriellen als auch touristischen Sektor gegenseitig zu unterstützen.

    Während des einwöchigen Aufenthalts standen außerdem ausgewählte touristische Aktivitäten, wie etwa ein Besuch des Sommerpalasts, des Konfuzius-Tempels, des Platz des himmlischen Friedens, der verbotenen Stadt, als auch der Peking-Oper auf dem Programm.

    Ein weiteres Highlight der Reise bildete der Besuch der Beijing Foreign Studies University, eine der Partneruniversitäten der FAU Erlangen-Nürnberg. Altoberbürgermeister und Vorsitzender der DOG, Herr Dr. Schönlein, hielt bei dieser Gelegenheit einen Vortrag vor den Professoren und den mehr als 200 Deutsch-Studenten, mit dem Thema: "Nürnberg – Geschichte einer europäischen Stadt in 10 Bildern". Die anwesenden Deutsch-Studenten lauschten gespannt den Ausführungen des Altoberbürgermeisters, stellten interessiert Fragen und schafften es, die Anwesenden, inkl. Herrn Dr. Schönlein mit der einen oder anderen Frage zum Schmunzeln zu bringen.

    Den Abschluss der Reise bildete ein Besuch der Pekinger Zentrale der weltweiten Konfuzius-Institute, mit einem Vortrag des Vizepräsidenten. Dabei wurde deutlich, woher die Idee des Konfuzius-Instituts stammte, wie die zukünftige Entwicklung aussehen wird und welchen Beitrag die Konfuzius-Institute zur Unterstützung der Kulturpolitik Chinas leisten. Nach einer Woche kultureller Begegnung und Reflexion der Wirkung der olympischen Spiele in China trat die 25-köpfige Delegation am 16. April die Heimreise an.

    Als Fazit lässt sich abschließend sagen, dass die Reise nicht nur für die Teilnehmer eine kulturelle Bereicherung war, sondern auch für das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen und die deutsch-chinesische Partnerschaft eine bedeutende Rolle gespielt hat. Signifikant ist jedenfalls, dass China nicht nur wirtschaftlich, sondern auch im Bereich der kulturellen Begegnung auf dem Vormarsch ist.

    Gefördert durch: