Über uns

Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen ist ein gemeinnütziger Verein zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Als eines von weltweit über 500 Konfuzius-Instituten ist sein Aufgabenbereich vergleichbar mit dem der deutschen Goethe-Institute: Es bietet ein breitangelegtes Kursangebot und vielfältige Veranstaltungen zu China an.

Über seine Kompetenz bei Sprachausbildung und interkulturellem Austausch, sein Engagement für die Kulturarbeit, sowie seine Förderung der sinologischen Forschung hinaus hat sich das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen seit seiner Gründung 2006 als wichtige Institution in der Metropolregion Nürnberg etabliert. Hervorzuheben ist hierbei insbesondere, dass es ihm durch die Organisationsform der doppelten Trägerschaft möglich ist, die Interessen der Region und seiner Kooperationspartner aus Kultur, Wirtschaft, Bildung, Verwaltung, Politik und anderen Bereichen des städtischen Lebens zu vertreten und einen echten Dialog zwischen den Kulturen zu fördern.

Die weltweit tätigen Konfuzius-Institute haben somit nicht nur die Aufgabe der Vertiefung der bilateralen Beziehungen und Völkerverständigung, sondern spielen auch im kulturpolitischen Öffnungsprozess der VR China eine große Rolle. An diesem historisch einmaligen Prozess des interkulturellen Austausches teilzuhaben und mitzuwirken, macht das Konfuzius-Institut für alle an China Interessierte so spannend.

Gründung

Ein Antrag auf die Errichtung des Konfuzius-Instituts wurde am 01.06.2005 vom Präsidenten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Herrn Prof. Dr. Grüske, und Frau Dr. Yan Xu-Lackner persönlich beim „Staatlichen Büro der Leitungsgruppe für internationale Verbreitung der chinesischen Sprache (Hanban)“ eingereicht, welches dem Bildungsministerium der Volksrepublik China untersteht.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung über Aufgaben und Finanzierung des Instituts zwischen der FAU und der Pekinger Fremdsprachenuniversität (Beijing Foreign Studies University, abgek. BFSU) erfolgte am 02.05.2006 im Rahmen der feierlichen Eröffnung des neu gegründeten Instituts. Damit wurde das Fundament des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen als gemeinsames Projekt der beiden Universitäten gelegt.

Herr Karl Freller (Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus), Herr Dr. Ulrich Maly (Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg), Herr Gerd Lohwasser (Bürgermeister der Stadt Erlangen), Herr Ma Canrong (Botschafter der Volksrepublik China), Herr Ma Jianfei (Vizepräsident des Hanban), Herr Prof. Zhou Lie (Vizepräsident der Beijing Foreign Studies University), Herr Dr. Siegfried Russwurm (Bereichsvorstand Siemens Medical Solutions) und andere Würdenträger sprachen die Grußworte.

Gründungsmitglieder

  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Beijing Foreign Studies University (BFSU)
  • die Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth
  • Firma Siemens
  • Lehrstuhl Sinologie an der FAU sowie
  • Institut für internationalen Austausch an der BFSU

Aufbau und Finanzierung

Gefördert und finanziert werden die Institute von der Zentrale der Konfuzius-Institute in Peking und dem Hanban. Die Träger des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen e.V. sind die FAU und die BSFU.

Die Vereinbarung vom 02.05.2006 regelt die Aufgaben des Konfuzius-Instituts sowie die Leistungen der chinesischen und deutschen Seite. So ist die deutsche Seite beispielsweise für die Infrastruktur zuständig, also die Bereitstellung von geeigneten Örtlichkeiten und deren angemessener Ausstattung als Büro- und Unterrichtsräume. Der Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg unterstützen das Institut bei der Bereitstellung der Räumlichkeiten in Nürnberg, die Universität Erlangen-Nürnberg bei dem Standort Erlangen. Das Hanban seinerseits bezuschusst auf jährlichen Antrag des Instituts die Kosten des laufenden Betriebes und die Projektkosten, also Sprach- und Kulturarbeit im weitesten Sinne. Neben der rein finanziellen Unterstützung bietet das Hanban dem Konfuzius-Institut z. B. Stipendien und Printmedien sowie Plätze für Jugendcamps in China. Außerdem werden auf Kosten des Hanban Dozenten und pädagogische Assistenten für Chinesisch als Fremdsprache nach Nürnberg entsandt. Beide Trägerinstitutionen stellen jeweils einen Direktor zur Vertretung, wobei der deutschen Direktorin auch die Geschäftsführung obliegt.

Bibliothek

Die Bibliothek des Instituts befindet sich in unseren Räumen in der Virchowstraße 23 in Nürnberg und hat einen Bestand von mehr als 3.000 Büchern, Zeitschriften, CDs und DVDs in chinesischer, deutscher und englischer Sprache.

Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 9:00 - 17:00 Uhr

Ausleihe

Sie können sich gerne bei uns als Benutzer registrieren lassen. Die Anmeldung kann nur persönlich mit Vorlage des Personalausweises erfolgen. Die Leihfrist beträgt einen Monat, es dürfen höchstens zwei Bücher gleichzeitig ausgeliehen werden. Es entfällt keine Leihgebühr.

Bestand

Chinesische Inhalte

Unterrichtsmaterialien und Lehr- und Handbücher „Chinesisch als Fremdsprache“, Wörterbücher, Dokumentationen zum alten China, Staat und Gesellschaft Chinas, chinesische Romane aus der Klassik bis zur Gegenwart sowie alle prüfungsrelevanten Informationen zum HSK-Test

Inhalte in anderen Sprachen (vorwiegend Deutsch und Englisch)

Informationen für Touristen, Bücher zur Geographie, Geschichte, Politik, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft Chinas

CDs und DVDs

Chinesische Musik, Dokumentationen, Serien und Filme